Rückblick: „6 Wochen mit dem Heiligen Geist“
Esther Dymel-Sohl
In der diesjährigen Fastenzeit ist im Christus-Zentrum Arche etwas Besonderes geschehen: Statt einer Zeit des Verzichts wurde sie zu einer Zeit der bewussten Hinwendung – zu einer Entdeckungsreise mit dem Heiligen Geist.
Sechs Wochen lang haben wir uns als Gemeinde in Predigten und Kleingruppen mit unterschiedlichen Facetten seines Wirkens beschäftigt. Dabei wurde schnell deutlich: Der Heilige Geist ist kein Zusatz für besonders engagierte Christen – er ist unverzichtbar. Nicht ein „Plus“, sondern ein „Muss“ für ein lebendiges Leben mit Gott.
Mit vielen anschaulichen Bildern wurde greifbar, was sonst schwer zu erklären ist. Wir hörten davon, dass Gottes Heiligkeit wie ein verzehrendes Feuer ist – und dass Jesu Opfer uns wie ein schützender Ofen umgibt, damit dieses Feuer uns wärmt statt zerstört.
Ein weiteres Bild verglich unser Leben mit einem Orchester: Wirklich guter Klang entsteht nicht durch technische Hilfsmittel, sondern durch die direkte Einstimmung beim Meister. So möchte auch der Heilige Geist unser Leben auf Gottes Ton abstimmen – persönlich und individuell.
Besonders praktisch wurde es bei der Frage nach der „Souffleuse unseres Gedanken-Theaters“: Welche Stimme prägt unsere inneren Überzeugungen? Der Heilige Geist erinnert an Jesu Worte, spricht Wahrheit in unser Leben und führt in Freiheit.
Auch im Alltag zeigt sich seine Nähe ganz konkret. Er ist nicht das „Schlüsselproblem“, sondern hat eine Schlüsselrolle im Leben von Christen – manchmal sogar im ganz wörtlichen Sinn, wenn ein verlorener Schlüssel plötzlich wiedergefunden wird.
Ein starkes Bild war auch das weiße Gewand: Gott schenkt Vergebung und neue Identität. Und selbst wenn im Alltag Flecken entstehen, wirkt der Heilige Geist weiter an uns und lässt uns Schritt für Schritt in dieses neue Leben hineinwachsen.
Besonders ermutigend war die Erinnerung an das „sanfte Joch“ Jesu: Der Heilige Geist geht mit uns – nicht gegen unseren Willen, sondern an unserer Seite. Er trägt mit und führt auf den besseren Weg, auf dem Frucht wächst statt Frust.
Humorvoll machte die Geschichte von der Maus und dem Elefanten deutlich: Oft überschätzen wir unseren Anteil an dem, was Gott tut. Doch Gott nimmt uns liebevoll mit hinein in sein Wirken – auch wenn die eigentliche Kraft von ihm kommt.
Und schließlich wurde klar: Der Heilige Geist lässt sich nicht „mitnehmen“ wie ein Glas Meerwasser vom Ozean. Er will selbst erlebt werden – persönlich und unmittelbar.
Den Abschluss bildete ein biblisches Bild, das die ganze Reihe zusammenfasst: Wir tragen einen kostbaren Schatz in zerbrechlichen Gefäßen. Gottes Gegenwart wirkt in unserem ganz normalen, manchmal schwachen Leben. Gerade darin wird seine Kraft sichtbar.
So wurde diese Fastenzeit zu einer Einladung, Gott neu Raum zu geben – und zu entdecken: Der Heilige Geist ist kein fernes theologisches Thema, sondern Gottes lebendige Gegenwart mitten unter uns.
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