Herzlich willkommen
Auf ein Wort:
Dieses Mal möchte ich mit Euch folgenden Bibelvers betrachten: „Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn“ (Johannes 5,19).
Gilt das, was Jesus hier von sich selbst sagt, eigentlich auch für uns? Können wir also nichts tun – es sei denn, wir sehen es den Sohn tun? Und was der Sohn tut, das tun dann gleichermaßen auch wir? Ich glaube, es gilt auch für uns, denn Jesus sagte einmal: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“ (Johannes 20,21). Im Übrigen gibt es etliche Stellen, in denen er seine Vollmacht seinen Jüngern übergibt.
In dem, was Jesus sagt, sind ja zwei Feststellungen: Einmal erklärt er sehr deutlich, dass er nicht aus sich selbst heraus handeln kann, sondern in der direkten Beziehung und Abhängigkeit zum Vater steht. Zum anderen erklärt er aber auch, dass er Gottes Handeln, das ja durch ihn geschehen soll, nicht blockiert, sondern auch ausführt. Wenn wir das auf uns übertragen, vermute ich, dass uns der erste Punkt schon lange klar ist: Wir können nichts aus uns selbst heraus bewirken. Natürlich muss man das auf die geistliche Vollmacht beziehen, denn praktisch können wir eine Menge tun. Doch ob Gott da dann durch uns handelt, ist eine andere Frage.
Wie aber ist es mit dem zweiten Abschnitt – dass wir also bereit sind, auch wirklich zu tun, was Jesus durch uns tun will? Ich glaube, das ist eine Herausforderung, die uns in nächster Zeit beschäftigen wird. Im Großen und Ganzen haben sich viele von uns – und ich schließe mich da durchaus ein – darauf eingestellt, geistlich so zu leben und zu handeln, wie wir es bisher erlebt haben und gewohnt sind. Vielleicht müssen wir uns aber einmal die Frage stellen: Gibt es noch Luft nach oben? Gibt es also Bereiche im Reich Gottes, von denen er möchte, dass wir sie entdecken und praktizieren – und zwar hier und jetzt in diesem Leben?
Wir befinden uns auf einer Reise, und das Ziel für unser Leben hier auf Erden ist noch nicht erreicht. Wollen wir diese Reise miteinander fortsetzen und entdecken, was Gott noch für uns bereithält?
Gemeinsam mit Euch auf dem Weg,
Euer Hans-Peter Mumssen
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