Soli Deo Gloria
Hanjo Gäbler
Am letzten Wochenende starteten wir mit unserem Musik/Theaterprojekt „Der Aufbruch“. Zweimal konzertierten wir vor einer gefüllten Gemeinde und durften in der großen Besetzung aus eigenen „Bordmitteln“ schöpfen. Darsteller, Chor und Musiker sind zu großen Teilen aus der Arche, und es wurde viel geprobt, geplant und gefiebert. Am kommenden Samstag werden wir nun ein drittes und letztes Mal einladen zur Aufführung um 18:30 Uhr, und es sind noch Restplätze frei. Kommet zuhauf – es ist wirklich so gut, dass wir staunen dürfen über ein tolles Zusammenspiel von vielen Begabungen und großer Spielfreude.
In Sprüche 11,12 lesen wir: „Wer sein Feld bestellt, hat reichlich zu essen; wer aber leeren Träumen nachjagt, ist ein Narr.“
Salomo schrieb diese Weisheit wohl auf, weil er in seinem Leben beide Herangehensweisen beobachtet hat. Ein sehr anschauliches Bild. Es sagt mit anderen Worten: Wer etwas erarbeitet, wird Nutznießer der Auswirkungen sein. Wer hingegen unentschlossen herumbummelt und irgendwie trotzdem auf einen guten Lauf der Dinge hofft, wird enttäuscht werden.
Als Berufsmusiker habe ich des Öfteren regionale Stücke erlebt, die nicht oder kaum ausreichend geprobt wurden. Der anschließende Vorführeffekt war ernüchternd. Diese Gruppen erleben dann das, was sie zu Recht befürchtet haben.
Wie schön, wenn ein Plan funktioniert und die Arbeit belohnt wird. Ich genieße es so sehr, wenn Zuschauende und Aufführende sich nach einem Stück bereichert trennen. Wenn Einsätze funktionierten, das Zusammenspiel harmonierte und auch die technische Seite alles gut erfassen und wiedergeben konnte. Wenn nur ein Gewerk träumt oder unfokussiert ist, wird das auffallen und im schlechtesten Fall andere mitreißen.
Salomo geht jetzt aber einen wichtigen Schritt weiter. In seinen „Altersweisheiten“ schreibt er schließlich: „Wenn Gott einem Menschen Reichtum und Güter gibt und die Macht, davon zu essen und sein Teil zu nehmen und fröhlich zu sein bei seiner Arbeit, so ist das eine Gabe Gottes“ (Prediger 5,18). Ich verstehe das so: Gott gibt uns Gaben und Kraft. Wir dürfen auch Nutznießer dieser Geschenke und fröhlich sein bei dem, was wir tun. Es ist und bleibt jedoch eine Gabe Gottes.
Und dafür möchte ich von Herzen dankbar sein. Sowohl für das letzte Wochenende, aber auch mit Hinblick auf den kommenden Samstag, wenn wir wieder einen kreativen Blick in die Apostelgeschichte gewähren. An dieser Stelle einmal einen großen Dank an alle Mitwirkenden und helfenden Hände an so vielen Posten – ein starkes Stück Gemeindeleben. Soli Deo gloria!
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