Gebt ihr ihnen zu essen
Hans-Peter Mumssen
Wir kennen gewiss die Begebenheit, als Jesus mit nur fünf Broten und zwei Fischen zwischen 10.000 und 15.000 Menschen satt machte. Im Bibeltext stehen 5.000 Männer, sodass man davon ausgehen kann, dass ein Vielfaches an Personen dort war. Ich möchte diesen Bericht einmal aus der Perspektive der Jünger betrachten.
Zunächst sahen die Jünger, dass sie viel zu wenig zu essen hatten, um solch eine Menge von Leuten satt zu bekommen. Deshalb rieten sie ja, die Leute in die Höfe und Dörfer in der Nähe zu schicken. Doch Jesus wollte das nicht. Er sagte: „Gebt ihr ihnen zu essen.“ Nun, was die Jünger letztendlich taten, war, das Essen zu verteilen. Die Vermehrung geschah durch Jesus. Vielleicht hatte Jesus seinen Jüngern nur ein paar Krumen in die Hand gegeben. Doch als sie bei den Leuten ankamen, war es genug für alle.
Ich meine, das spiegelt ebenso unser geistliches Leben wider. Als wir Jesus Christus unser Herz geöffnet haben, kam er ja nicht gleich mit einem 30-Tonner an himmlischen Gütern angefahren, um sie über uns auszuschütten. Oft sind es die kleinen Anfänge, die dann aber in uns wachsen und – ohne dass wir es vielleicht bemerken – zu einem riesigen Schatz werden. Ein Bild dafür ist für mich ein Smartphone. Ein kleines Ding, doch verbunden mit dem gesamten Weltwissen. Genauso sind wir durch Christus mit dem allmächtigen Gott verbunden, bei dem Segen die Fülle vorhanden ist.
Wie die Jünger sind auch wir gerufen, diese Fülle weiterzugeben. Es ist nicht unsere Fülle, genauso wenig wie es sich um das Brot der Jünger handelte. Die Brote und Fische gehörten ursprünglich einem Jungen. Auch hatten sie nicht das Brot vermehrt, sondern es geschah durch Jesus. So sind wir aufgefordert, den Segen Gottes an so viele Menschen wie möglich weiterzugeben. Selbst wenn es gering aussieht, was wir meinen zu haben, Gott kann etwas Großes daraus machen.
Mit dieser Bereitschaft können wir Menschen begegnen, wo immer wir gerade sind. Am Arbeitsplatz, beim Sport, in der Freizeitgestaltung, in der Familie, bei Freunden, in der Gemeinde und auch durch Medien. Wenn wir am 18.01.2026 den NDR-Rundfunkgottesdienst gestalten, dann geht es nicht um eine Selbstdarstellung. Vielmehr wollen wir etwas an die Menschen weitergeben: die Freude, den Trost und die lebendige Hoffnung, die wir in Jesus Christus gefunden haben. Sein Wort und Fürbitte für andere. Seid mit dabei, um ein Segen für viele zu sein.
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