Nur Geduld
Hanjo Gäbler
„Es genügt, Gott in der Gegenwart die Treue zu halten“ (Franz von Sales, 1567-1622 n. Chr.)
Über dieses Zitat stolperte ich am Wochenende – und ich finde es bei aller Schlichtheit wunderbar. Da, wo wir uns zu sehr in der Vergangenheit verlieren oder in die Zukunft abschweifen, fokussiert es den Blick ins Hier und Jetzt.
Johannes schreibt in seinem Evangelium gern vom „Bleiben“. Der bekannteste Satz ist wohl: „Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Wenn jemand in mir bleibt und ich in ihm bleibe, trägt er reiche Frucht; ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Johannes 15,5)
In meiner Gärtnerausbildung lernte ich etwas über Geduld. Ich kann vorbereiten und säen, Bedingungen optimieren und auch clever düngen, aber das lebensspendende Wasser und den Boden kann ich nicht erzeugen. Ich muss warten und bleiben. Ohne diese beiden Dinge kann ich nichts tun.
Noch schöner ist natürlich das Bild des Johannes: Jesus ist die Pflanze, und wir sind Früchte aus ihm heraus. Wir leben in ihm und er in uns. In diesen Tagen hören wir einige Predigten über den Heiligen Geist, und er flößt uns regelrecht diese gute Hoffnung ein. Was ist unsere Aufgabe? Es ist einfach: In ihm bleiben – heute! „Es genügt, Gott in der Gegenwart die Treue zu halten.“
Ich wünsche Euch eine schöne Woche,
Hanjo Gäbler
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