Gottes To-Do-Liste
Peter Seeling
wie frustrierend kann es sein, wenn Projekte oder Dinge, die uns wichtig sind, einfach nicht vorwärtsgehen. Für viele Menschen beinhaltet es das Gefühl, auf der Stelle zu treten: Man hat den Eindruck, die gleichen Inhalte immer wieder und wieder zu betrachten (oder vorgelegt zu bekommen), ohne dass dabei irgendein Fortschritt zu vermerken ist.
Besonders frustrierend ist es, wenn man eine Idee oder Vision von Gott bekommt und es gerade bei der Umsetzung nicht merklich vorangeht. In solchen Situationen sind wir besonders herausgefordert. Oft wünschen wir uns, Dinge, die Gott uns aufs Herz legt, sofort umsetzen zu können, wie es auch in vielen Bibelgeschichten wirkt, in denen Gott spricht und die nächsten Verse die konkrete Umsetzung beschreiben (zum Beispiel beim Auszug Israels aus Ägypten).
Nun stehen in der Bibel nicht immer Zeitangaben, die deutlich machen, wie lange die Personen manchmal auf das Eintreffen der von Gott angesprochenen Situation gewartet haben. Bei Abraham bekommen wir eine kleine Ahnung davon: Es vergehen ca. 25 Jahre zwischen dem ersten Reden Gottes (1. Mose 12) und dem Kind dieser Verheißung (1. Mose 21). Wenn man mal davon absieht, dass die Geburt Isaaks schon rein biologisch ein Wunder war, hat für uns heute diese Zeitspanne von 25 Jahren einen Beigeschmack von Verjährung.
Aktuell warten wir als Gemeinde darauf, wie es mit dem Vorbau genau weitergeht, und die Bauabnahme hat sich leider um knapp drei Wochen verschoben – wie ärgerlich! Wie ärgerlich? Vergessen wir dabei nicht, dass Gott all diese Dinge im Blick hat? Worüber ärgern wir uns denn dabei genau? Bei all dem fiel mir etwas ein, wofür ich früher täglich betete: „Gott, was möchtest du heute, das ich tue?“ Dieses einfache Gebet half mir häufig dabei, mich ein Stück davon zu lösen, meinen Tagen selbst eine To-do-Liste zu geben (damit es endlich mal vorwärtsgeht), sondern schlicht und einfach Gott nach seiner To-do-Liste zu fragen. Und diese sah häufig ganz anders aus als meine.
Jesus sagt: „Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.“ (Matthäus 6,34 LUT 2017) In Deutschland sind wir Profis im Pläneschmieden. Gott hat jedoch seine eigenen Pläne, die er auch nach langer Zeit nicht vergisst. Vor ca. 2000 Jahren wurde Jesus, unser Retter, geboren. Nach drei Tagen war das Grab leer. Sich täglich neu auf Gott auszurichten, mag für einige orientierungslos wirken – aber ich glaube, genau das gibt uns erst die richtige Orientierung.
Ich wünsche uns eine gesegnete Woche und ein erfülltes Osterfest. Jesus lebt!
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