CZA Ersatzseite

Aufgrund einer Störung im Internet, deren Ursache noch ungeklärt ist, erscheint hier die Ersatzseite für das Christus-Zentrum Arche inklusive der Gedanken zur Tageslosung sowie für die Elmshorner Tafel.

Die wichtigsten Informationen im Überblick:

Die heutige Losung

Gedanken zur Losung für Dienstag, den 07.02.2023

  Andacht anhören:

Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein.
Jesaja 55,10-11

Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.
Johannes 15,7-8

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Gott wirkt

Im heutigen Losungswort erklärt Gott dem Volk Israel, wie das, was er sagt, wirkt. Er vergleicht sein Wort mit Schnee und Regen, die die Erde befeuchten und so Wachstum und letztendlich Versorgung erzeugen. Dass man ohne diese Prozesse überleben könnte, ist überhaupt nicht denkbar. Doch wie ist es mit Gottes Wort? Viele Menschen kennen es überhaupt nicht, weil sie noch nie davon gehört haben. Andere hingegen hätten zwar Zugang dazu, interessieren sich aber nicht wirklich dafür. Manche ziehen daraus den Schluss, dass Gottes Wort vielleicht gar nicht so lebenswichtig ist. Ob es Menschen gut oder schlecht geht, hängt ja nicht unbedingt mit ihrem Glauben an Gott zusammen.

Es stimmt, dass fromme Menschen nicht automatisch mit Gesundheit, Wohlstand oder einem sicheren Leben gesegnet sind. Dennoch sind sie gesegnet. Wenn wir jedoch die „Grundausstattung“ Gottes - dass er uns nämlich gnädig ist und uns unsere Schuld nicht anrechnet - nicht mehr als Segen verstehen, werden wir an ihm vorübergehen. Wie aber sollen dann seine weiteren Segnungen zu uns fließen?

Im Lehrtext erklärt Jesus seinen Jüngern, wo und wie wir diesen Segensfluss dauerhaft finden: indem wir mit ihm und seinen Worten fest verbunden bleiben. Das wiederum wird eine Wirkung haben wie Schnee oder Regen, der den Boden bewässert, damit dieser Frucht bringen kann. Gottes Wort in unserem Herzen wird nicht fruchtlos bleiben, sondern Dinge bewirken, die nur er tun kann. Sie geschehen jedoch nicht irgendwo, sondern in und auch durch uns. Wir erleben dann Gebetserhörungen und bauen mit an Gottes Reich. Wir sind wie die Erde, die seinen Segensregen empfängt - und Frucht bringt.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

Falls Sie auf die Andacht reagieren möchten, können Sie hier etwas schreiben. Wir freuen uns über jede Zuschrift, auch wenn wir nicht auf alle eingehen können:

* Bitte bedenken Sie: Ein Kommentar kann nicht zurückverfolgt werden. Ohne Ihre E-Mail-Adresse ist es uns nicht möglich, zu antworten.


Andacht als Podcast:    

Falls Sie auf diese Andacht reagieren möchten, schreiben Sie bitte an losung@cza.de
Die Gedanken zur Tageslosung sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de)
Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (siehe: www.ebu.de und www.losungen.de)


Gedanken zur Losung für Montag, den 06.02.2023

Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen? Ich, der HERR, kann das Herz ergründen und die Nieren prüfen und gebe einem jeden nach seinem Tun.
Jeremia 17,9-10

Lasst uns Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.
Galater 6,9

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Ohne Falsch

Das heutige Losungswort ist wie ein Einschub zwischen verschiedenen Prophezeiungen, Mahnungen und Zusprüchen Jeremias. Der Prophet spricht dort aus, was Gott über das menschliche Herz sagt. Es ist unberechenbar, mal so und mal so. Gemeint ist nicht das Herz als Organ, sondern als Sitz der menschlichen Gesinnung. Es ist sozusagen der Motor dessen, wonach wir trachten. Was ein Mensch tut, ist meistens sichtbar, doch warum er es tut, bleibt verborgen in seinem Herzen. Niemand außer Gott weiß es.

Die Frage aber, warum wir etwas tun, ist, wie ich es verstehe, vor Gott entscheidend. So kann man z.B. einem Menschen in Not helfen, weil man sich etwas von ihm erhofft - etwa Dankbarkeit, vielleicht auch Geld oder Einfluss. Man kann aber auch jemandem um Christi willen helfen, einfach weil dieser sagt: „Tut Gutes und leiht, ohne etwas zurückzuerwarten. Dann wartet eine große Belohnung auf euch, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.“ (Luk. 6,35b) Unser Herz spielt also die entscheidende Rolle.

In diesem Sinne verstehe ich auch den Lehrtext. Wir sollen nicht müde werden, Gutes zu tun. Da schließe ich die Herzenshaltung mit ein. Bevor ich Christ wurde, leitete ich schon als Musiker einen Gospelchor. Damals lernten wir einen Musikmanager kennen, der uns bekannt machen wollte. Seine Strategie war, wie er es nannte, „die soziale Kiste“. Er verschaffte uns einen Auftritt im Gefängnis und lud die Presse dazu ein. Nun, im Gefängnis haben wir gesungen, sogar sehr häufig von da an, doch die Presse kam nicht. Der Hintergedanke zerplatzte also wie eine Seifenblase und der Manager ward nicht mehr gesehen. Für mich war das eine Lehre: Tue Gutes - aber nicht mit Hintergedanken. Menschen sehen, was wir tun, doch Gott sieht unser Herz. Möge dieses ohne Falsch sein.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

 

Gedanken zur Losung für Sonntag, den 05.02.2023

Freu dich, wenn du einen Glückstag hast. Und wenn du einen Unglückstag hast, dann denke daran: Gott schickt dir beide, und du weißt nicht, was als Nächstes kommt.
Prediger 7,14

Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?
Matthäus 6,26

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Alles ist in Gottes Hand

Im Buch Prediger, aus dem das heutige Losungswort stammt, stehen Lebensweisheiten des Königs Salomo. Er stellt darin einiges auf den Kopf und gibt auch den Dingen, die wir nicht mögen, einen eigenen Wert. So auch dem Unglückstag, von dem wir im Losungswort lesen. Er ist genauso von Gott geschickt wie der Glückstag, an dem wir uns freuen.

Tatsächlich spielt die Sicht auf die Dinge eine große Rolle dabei, wie wir reagieren. Nimmt man den Glückstag aus Gottes Hand, so freut man sich und dankt ihm. Nimmt man aber auch den Unglückstag aus seiner Hand, weiß man sich trotz allem in Gott geborgen. Man lebt dann nicht in einer „Unglücks-Vermeidungs-Strategie“, sondern eher wie ein Kind, das ohne Angst nach vorn schaut.

Letzten Freitag hatten meine Frau und ich solch einen „Unglückstag“. Zuerst stellten wir fest, dass die Internetseite, über die Tausende die Gedanken zur Tageslosung lesen, kaum erreichbar war. Also fingen wir mithilfe von Experten an, den Fehler zu suchen. Während dieser Fehlersuche hörte ich ein lautes Rauschen im oberen Stockwerk unseres Hauses. Ein Mischventil war komplett abgerissen und das Wasser sprudelte mit vollem Druck in etliche Räume. Es folgten noch ein paar Kleinigkeiten, die auch schiefliefen. In solch einer Situation werden sogar Christen manchmal abergläubisch und meinen, nun gehe alles schief.

Besser aber ist es, ruhig zu bleiben, denn Gott hat immer einen Weg für seine Kinder und bewahrt sie auch im Unglück. Ich glaube, das ist das, was wir sowohl dem Losungswort als auch dem Lehrtext entnehmen können. Alles ist in Gottes Hand. Er kümmert sich auch in den schlechten Tagen um uns. Deshalb brauchen wir uns nicht zu sorgen, sondern können in guten wie auch schlechten Tagen getrost auf ihn schauen.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen


 

Gedanken zur Losung für Samstag, den 04.02.2023

Jakob gelobte Gott: Von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.
1. Mose 28,22

Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen.
2. Korinther 9,6

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Im Segen geben

In den heutigen Bibelversen geht es um die Bereitschaft, von dem, was man hat, etwas abzugeben. Im Losungswort war es Jakob, der nach einer überwältigenden Begegnung mit Gott unter anderem gelobte: „Von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.“ In diesem Gelübde steckt ein großes Vertrauen zu Gott, dass er Jakob versorgen würde. Aus dieser Gesinnung heraus, dass Gott der Geber aller Dinge ist, bekommt das Geben eine ganz andere Bedeutung. Denn wie wäre man ohne ihn überhaupt in der Lage, etwas zu geben?

Ich möchte das einmal anhand der „Elmshorner Tafel“, des diakonischen Dienstes unserer Gemeinde, illustrieren. Wir versorgen dort wöchentlich an die Zweitausend Menschen mit Lebensmitteln, doch nicht aus uns heraus, sondern aus dem, was wir durch Spenden erhalten. Sind nun wir die Geber oder die Empfänger? Wir sind beides. Wir empfangen und können dadurch geben. Ohne die Spender wären wir dazu nicht in der Lage. Doch auch sie brauchen uns, damit andere empfangen können.

So ist das auch mit unserem Hab und Gut, wenn wir es aus Gottes Hand empfangen. Gott segnet uns, damit wir seinen Segen weiterfließen lassen. Das bedeutet nicht, alles weiterzugeben. Es bedeutet jedoch auch nicht, alles bei sich zu behalten. Im Lehrtext ermuntert der Apostel Paulus die Gemeinde in Korinth dazu, großzügig zu sein. Er vergleicht das Geben mit Saat und Ernte. Wer wenig sät, kann auch keine große Ernte erwarten. Doch dann heißt es: „Wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen.“

Hier haben wir wieder den Bezug zum Segen, zu dem, was nur Gott geben kann. Er versetzt uns in die Lage, indem er uns Ressourcen anvertraut. Die Frage ist, wie wir damit umgehen. Dabei geht es nicht um Summen, sondern um eine Herzenshaltung. Indem wir „im Segen“ säen - also im Segen handeln - werden wir im Segen bleiben und Segen ernten. Gott kann uns alles geben, was wir brauchen, und ausreichend Mittel, um anderen zu helfen.(1)
Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) 2.Kor. 9,8


 

Gedanken zur Losung für Freitag, den 03.02.2023

Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer gleich wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht!, und ein Bildwerk spräche von seinem Bildner: Er versteht nichts!
Jesaja 29,16

Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken.
Epheser 2,10

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Werk und Meister

Heute möchte ich einmal vom Lehrtext ausgehen. In ihm heißt es, dass wir Gottes Werk sind, „geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken.“ Dieser kurze Satz beinhaltet zwei weitreichende Aussagen: Gott ist es, der uns gemacht hat, und er hat das Ziel mit uns, dass wir gute Werke tun. Auf die erste Aussage werden Menschen mit Glauben oder Unglauben reagieren. Bei der zweiten Aussage entstehen fast automatisch Fragen: Was ist denn gut? Und was sind gute Werke? Da können die Meinungen ebenfalls durchaus verschieden sein.

Als Jesus einmal darauf angesprochen wurde, was denn gut wäre, lautete seine Antwort: „Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur der Eine.“ (Matt. 19,17) Der Eine - das war Gott. Nicht einmal Jesus selbst behauptete von sich, gut zu sein oder alles darüber zu wissen - und hätte er als Gottes Sohn nicht allen Grund dazu gehabt?

Im Losungswort aus dem Buch Jesaja sagt Gott zu denen, die so tun, als ob es ihn nicht gäbe: „Wie kehrt ihr alles um!“ Um zu verdeutlichen, was er damit meint, gebraucht er das Bild vom Ton, der vom Töpfer sagt: „Er hat mich nicht gemacht!“ Achten wir doch einmal auf Folgendes: Gott redet direkt zum Menschen: „Wie kehrt ihr alles um!“ Der Ton jedoch redet über den Töpfer, das Bild über den Bildner: „Er versteht nichts!“

Tatsächlich sehe ich darin eine Widerspiegelung der Kommunikation zwischen Gott und Mensch. Gott redet zum Menschen, zuletzt und bis heute durch Jesus Christus.(1) Wer auf sein Reden eingeht, tritt in eine direkte Beziehung zu ihm, beginnt, mit ihm zu reden und seine Stimme zu hören.(2) Wird dieses Reden jedoch ignoriert, bleibt nichts anderes, als über Gott zu reden. Es können jedoch nur Spekulationen bleiben, da man ihn ja weder kennt noch versteht. Wie es um uns selbst steht, zeigt die Antwort auf die Frage, ob wir mehr über Gott reden als mit ihm.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Hebr. 1,1-2 (2) Joh. 10,27

Zum Gebet: Immer wieder erhalten wir die Anfrage, zusätzlich zur täglichen Andacht auch ein Gebet zu veröffentlichen. Heute möchten wir jedoch einmal dazu ermutigen, selbst formulierte Gebete zu sprechen. Wir sind davon überzeugt, dass der Vater im Himmel auch ein Seufzen oder Stammeln versteht. In diesem Sinne: Nur Mut!

 

Gedanken zur Losung für Donnerstag, den 02.02.2023

Ich will wachen über meinem Wort, dass ich‘s tue.
Jeremia 1,12

Jesus spricht: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Matthäus 5,17

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Gott wacht über sein Wort

Im heutigen Losungswort heißt es, Gott will über sein Wort wachen, dass er es tut. Gemeint sind die Worte, in denen er ankündigt, was er tun will. Im Lehrtext wiederum spricht Jesus Christus vom Gesetz. Dieses wird häufig auch als Gottes Wort bezeichnet, weil es ja von ihm kommt. In diesem Wort geht es allerdings nicht darum, was Gott tun will, sondern was wir tun sollen. Und doch geht es auf geheimnisvolle Weise auch darum, was Gott tun will.

Gewöhnlich werden die Zehn Gebote folgendermaßen gelesen: „Du sollst …“ bzw. „Du sollst nicht …“, z.B. die Ehe brechen. Man kann sie aber auch anders lesen, nämlich: „Du wirst …“ bzw. „Du wirst nicht …“, z.B. die Ehe brechen. In diesem Fall sind es nicht nur Gebote, sondern ebenfalls Verheißungen - und diese sind wiederum Worte, die Gott ausführt. Wie das geschehen kann, schildert der Lehrtext.

Zunächst sagt Jesus dort, dass er weder das Gesetz noch die Worte der Propheten auflösen, sondern sie erfüllen will. Das bedeutet nach meinem Verständnis, dass sich in Jesus Christus alles erfüllt, was über den Messias vorhergesagt wurde. Außerdem erfüllte Jesus auch alle Gebote Gottes - und zwar nicht nur dem Buchstaben gemäß, sondern sinngemäß.

Doch die Erfüllung des Wortes Gottes geht noch weiter. Sie geht auch auf diejenigen über, die an Jesus Christus glauben, jedoch nicht als Bedingung, sondern im Sinne einer Freisetzung. Weil Jesus die Strafe für unsere Schuld auf sich nahm, erwartet uns keine Verurteilung. Im Gegenteil, wir bekommen ein neues Leben, durch das wir im Gegensatz zum alten Leben in der Lage sind, Gottes Gebote zu erfüllen. Die Kraft dazu schenkt uns der Heilige Geist, und wenn wir uns trotz alledem versündigen sollten, so finden wir bei ihm Vergebung.

So betrachtet bekommt das Losungswort auch für uns eine direkte Bedeutung. Gott wacht darüber, dass er uns in die Lage versetzt, das zu tun, was ihm entspricht.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Ein Dankgebet:

Danke, Vater im Himmel, dass du mich dahin veränderst, im Sinne Jesu Christi denken, fühlen und handeln zu können. Das ist meine Hoffnung. Bitte lass diese Hoffnung wahr werden. Auch dafür danke ich dir. Amen.

 

Gedanken zur Losung für Mittwoch, den 01.02.2023

Kehrt um zu mir, spricht der HERR Zebaoth, so will ich zu euch umkehren.
Sacharja 1,3

Der Herr hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.
2. Petrus 3,9

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Umkehr zu Gott

Das heutige Losungswort wird durch folgenden Vers eingeleitet: „Der HERR ist über eure Väter zornig gewesen, sehr zornig!“ (Sach. 1,2) Dann folgt der Aufruf, zu Gott umzukehren, damit dieser zu ihnen umkehrt. Der Alte Bund, den Gott mit Israel schloss, hatte ein einfaches Grundprinzip: Hielten sie die Gebote, war Gott mit ihnen, fielen sie aber davon ab, war er gegen sie. Dieses Prinzip war generationsübergreifend. Die Folgegeneration litt also auch unter Gottes Abwesenheit und fehlendem Schutz, wenn sich ihre Vorfahren versündigt hatten. Wenn sie jedoch, wie im Losungswort gefordert, zu Gott umkehrten und sich von der Lebensart ihrer Vorfahren abkehrten, veränderte sich ihr Schicksal.

Was bedeutet dieser Vers nun für uns heute? Kehrt Gott erst dann zu uns um, wenn wir zu ihm umkehren? Haben die Sünden unserer Vorfahren Auswirkung darauf, wie es uns heute geht? Es gibt christliche Strömungen, in denen man stellvertretend Buße für die Vorfahren tut. Sollten wir das auch tun?

Nun, es gibt prophetische Worte im Alten Testament, die besagen, dass Kinder nicht mehr für die Sünden der Eltern büßen müssen.(1) Damit wird angedeutet, dass ein neuer Bund kommen wird - das Evangelium Jesu Christi. Eine seiner Kernbotschaften ist, dass Gott sich uns in seinem Sohn Jesus Christus zugewandt hat. Wir kehren also nicht um, damit Gott zu uns umkehrt. Wir tun es, weil er sich zu uns gekehrt hat. Ja er wartet sogar auf uns, wie wir im Lehrtext lesen.

Wie ich es verstehe, bleibt die Umkehr zu Gott notwendig - auch die Abkehr von Gewohnheiten, die seinem Willen widersprechen. Doch nicht, um ihn gnädig zu stimmen, sondern weil wir von seiner Gnade und Geduld überwältigt sind. Auch wenn es im Jakobusbrief heißt: „Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“ (Jak. 4,8), ändert es nichts an der Tatsache, dass Gott in Jesus Christus den ersten Schritt getan hat. Nun liegt es an uns, den zweiten Schritt zu machen, und andere zu ermutigen, es ebenfalls zu tun.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Jer. 31,29-30 Eze. 18,2-4

 

Gedanken zur Losung für Dienstag, den 31.01.2023

Gott, du bleibst, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.
Psalm 102,28

Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt.
Offenbarung 1,4

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Allmächtig, ewig, gnädig

Das heutige Losungswort stammt aus einem Psalm, in dem der Psalmist seine Not vor Gott geradezu ausschüttet. Liest man diese Klage für sich, kann man sich fragen, welche Perspektive dieser Mensch überhaupt noch hat.(1) So sagt er etwa: „Meine Tage sind dahin wie ein Schatten, und ich verdorre wie Gras.“ (Ps. 102,12) Doch dann äußert er etwas, das gar nichts mit seinen Nöten zu tun hat: „Du aber, HERR, bleibst ewiglich und dein Name für und für.“ (Ps. 102,13)

Solch eine Gegenüberstellung finden wir in der Bibel immer wieder. Auf der einen Seite ist da der allmächtige Gott - auf der anderen der ohnmächtige Mensch. Im Losungswort heißt es, dass Gott ewig ist - unsere Lebensdauer dagegen ist begrenzt. Ständig sind wir einem Wandel unterworfen - Gott jedoch bleibt, wie er ist. Was ist der Mensch vor diesem großen, unwandelbaren Gott, der nie an Kraft verliert und tun kann, was er will? Manch einem ist solch ein Gedanke unheimlich. Wir wären Gott dann ja hilflos ausgeliefert.

Nun, tatsächlich haben wir Gott nichts entgegenzusetzen. Deshalb ist es eine so großartige Nachricht, dass eben dieser große, allmächtige und ewige Gott für uns ist, dass er uns gnädig sein will. Und das aus freien Stücken, denn er ist da keinem Zwang unterworfen. Manchmal höre ich: „Gott kann ja gar nicht anders, als gnädig zu sein.“ Dem würde ich widersprechen: Er könnte anders - aber er will es nicht. Er will uns gnädig sein. Er will, dass wir leben, ja dass wir sogar ein überfließendes Leben haben.(2) Er will nicht, dass unsere Tage „wie ein Schatten“ dahingehen und wir in die Finsternis versinken, sondern dass wir für immer mit ihm zusammen sind!

Im Lehrtext lesen wir, was Johannes nach einer Begegnung mit dem auferstandenen Jesus Christus, die ihm schier die Sinne raubte, schreibt(3): „Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt.“ Durch Jesus Christus offenbarte der allmächtige Gott seine Liebe und Gnade vollkommen.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Ps. 102,1-12 (2) Joh. 10,10 (3) Offb. 1,9-17

Gebet:

Allmächtiger Gott, danke, dass du es gut mit mir meinst. Danke, dass du deinen Sohn gesandt hast und mir in ihm begegnest. Danke, dass ich keine Angst vor dir haben muss, weil du barmherzig, gnädig und gütig bist. Lass mich mehr und mehr verstehen, was das bedeutet.

In Jesu Namen, Amen.

 

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