• Ostern

Hans-Peter Mumssen: Auferstanden

2024-03-30T15:20:34+01:0030. März 2024|Allgemein, Auf ein Wort, Veröffentlichungen|

Auferstanden

von Hans-Peter Mumssen

Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden!

Mit diesen Worten werden wir uns Ostern begrüßen und daran erinnern, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist. Nun gibt es allerdings keine Auferstehung, ohne dass die Person vorher gestorben ist. Auch daran wollen wir uns erinnern, besonders aber, dass Jesus unsere Sünden mit in den Tod genommen hat. Alles, was uns von Gott trennt, ist in die Tiefe des Meeres versenkt (siehe Micha 7,19). Was aber bedeutet das für uns hier und jetzt?

Zunächst geht es um unsere Zukunft – also um das ewige Leben bei Gott. Wie sehr Zukunft Auswirkung auf unser praktisches Leben hat, sehen wir unter anderem in den vielen politischen Entscheidungen. Weshalb rüsten wir auf? Weil wir befürchten, sonst eingenommen zu werden. Warum trennen wir Müll? Weil wir für die Zukunft die Ressourcen schützen müssen. Meistens sind es Befürchtungen, die uns dazu veranlassen, Maßnahmen zu ergreifen. Bei Gott ist das völlig anders.

Die Angst in die Hölle zu kommen, bringt niemanden in den Himmel. Die Verbindung mit Jesus Christus – dem gekreuzigten und auferstandenen – ist es, die uns den Himmel öffnet. Eine unglaublich schöne Zukunft wartet auf uns. Der Apostel Paulus schrieb dazu: „Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr hat je gehört, und kein Mensch konnte sich jemals auch nur vorstellen, was Gott für die bereithält, die ihn lieben.“ (1.Kor. 2,9) Diese Hoffnung wird und soll uns tragen, denn hier und jetzt erleben wir beides gleichzeitig: ein Stück Tod und ein Stück Auferstehung. Wenn wir uns zu Jesus Christus bekehren, betrachten wir uns altes Leben als beendet, also gestorben, um im neuen Leben unter der Herrschaft Jesu Christi leben zu können. Dieser Gang vom Tod ins Leben wiederholt sich dann in vielen Facetten. Wir beerdigen gewisse Eigenschaften wie Lieblosigkeit, Hartherzigkeit, Ausschweifungen, Zügellosigkeit, Geldgier, Geiz und vieles mehr. Dafür erhalten wir Liebe, Sanftmut, Besonnenheit und, dass wir andere so behandeln, wie wir selbst behandelt werden möchten.

Manchmal erscheint es so, als ob die schlechten Eigenschaften auch wieder auferstehen – nun, dann sollten wir sie wieder dort zurückschicken, wo sie hingehören. Vor allem aber können wir tagtäglich die Kraft der Auferstehung erleben. Der Heilige Geist stärkt uns, überwindet unsere Schwachheit und schenkt uns die Gewissheit, dass Jesus lebt und wir zu ihm gehören. All das hat Jesus Christus für uns bereitgestellt. In den Ostertagen erinnern wir uns daran, doch auch außerhalb von Ostern können wir zugreifen und etwas von dem auspacken, was Gott uns schenkt. Das wünsche ich uns, denn: „Wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“ (Röm. 8,32b)

Hans-Peter Mumssen

Hans-Peter Mumssen

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