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Gedanken zur Tageslosung

für Mittwoch, den 03.06.2026

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Losungswort
Der HERR macht die Blinden sehend.
Psalm 146,8

Lehrtext
Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt.
Lukas 7,22

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Gott kann

Das heutige Losungswort gehört zu einer Beschreibung dessen, was Gott tut. So heißt es im Vorvers, dass er den Unterdrückten Recht verschafft, den Hungernden zu essen gibt und die Gefangenen befreit.(1) Weiter geht es mit: „Der HERR macht die Blinden sehend. Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der HERR liebt die Gerechten. Der HERR behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen; aber die Gottlosen führt er in die Irre.“(2)

Nun fragen sich nicht nur ungläubige Menschen, wo Gott denn all das hier Genannte tut, da es doch so viel Not und Elend auf der Welt gibt. Außerdem scheinen die Gottlosen mit vielem einfach ungestraft davonzukommen. Irgendwie passiert es immer wieder, dass Menschen sich an bestimmten Aussagen der Bibel reiben, weil ihre Lebensrealität so ganz anders aussieht.

Auch Johannes der Täufer, von dem im Lehrtext die Rede ist, hatte so seine Fragen. Er war ins Gefängnis geworfen worden, weil er König Herodes auf dessen Lebenswandel angesprochen hatte, und hörte dort von dem, was Jesus tat. Darauf ließ er Jesus durch zwei seiner Jünger fragen, ob er wirklich der versprochene Retter war, oder ob sie auf einen anderen warten sollten.(3) Jesu Antwort finden wir im Lehrtext: „Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt.“ Dann aber folgt ein interessanter Zusatz: „… und selig ist, wer sich nicht ärgert an mir.“(4) In manchen Bibeln übersetzt mit: „… wer nicht an mir irre wird.“

Es ist also durchaus denkbar, dass wir in unserem Glaubensleben an Grenzen kommen, bei denen wir Gott nicht mehr verstehen oder sehen können. Was wir jedoch immer können, ist, mit ihm zu reden. Jesus ließ Johannes den Täufer nicht ohne Antwort. Auch wir dürfen Gott unsere Fragen bringen, im Vertrauen darauf, dass er uns nicht in die Irre führt.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Ps. 146,7 (2) Ps. 146,8-9 [Luther 2017] (3) Luk. 7,18-19 (4) Luk. 7,23 [Luther 2017]

Gebet:
Lieber Vater im Himmel, manchmal verstehe ich einfach nicht, wie das, was du sagst, mit dem zusammenpasst, was ich sehe. Danke, dass ich auch damit zu dir kommen darf. Ich will darauf vertrauen, dass du einen guten Plan hast. Denen, die dich lieben, dient alles zum Besten – darum will ich mich auch in schweren Zeiten deiner Führung anvertrauen. Danke, dass ich an deiner Hand durch alles hindurchkommen werde. In Jesu Namen, Amen.


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