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Losungswort Ich preise dich, HERR; denn du hast mich aus der Tiefe gezogen. Psalm 30,2 Lehrtext Jesus ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihm: Talita kum! - das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher. Markus 5,41-42
Aus der Tiefe
Im heutigen Losungswort aus Psalm 30 dankt David Gott anlässlich der Tempelweihe dafür, dass dieser ihn vor dem Tod errettet hat. Es muss schon sehr dramatisch gewesen sein, denn David beschreibt es so, dass er bereits mit einem Fuß im Grabe stand. Doch dann griff Gott ein und schenkte ihm gefühlt ein neues Leben, sodass David sang: „Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen, du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit Freude gegürtet, dass ich dir lobsinge und nicht stille werde. HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.“(1) Auch im Lehrtext wird von einem großen Wunder berichtet. Die Worte „Mädchen, ich sage dir, steh auf!“ waren an ein zwölfjähriges Kind gerichtet, das bereits verstorben war. Zwar war der Vater des Mädchens zu Jesus gekommen, als das Kind noch lebte, doch irgendwie schaffte Jesus es nicht rechtzeitig an das Krankenbett. Deshalb meinten die Diener des Vaters, man solle Jesus nicht weiter bemühen – das Kind wäre schließlich schon tot. Doch Jesus sagte: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“(2) Er ging in das Haus der Familie, mitten hinein in die Trauergesellschaft, die ihn verlachte, als er sagte, das Mädchen würde nur schlafen. Manchmal ist es leichter, jemanden auszulachen, als ihm zu glauben. Dahinter verbirgt sich oft Unsicherheit, manches Mal aber auch Überheblichkeit. Das kann auch in Glaubensfragen so geschehen. Wahrscheinlich waren die Eltern des Mädchens tief erschüttert. Dennoch verlachten sie Jesus nicht, sondern brachten ihn trotz aller Unsicherheit zu ihrem toten Kind – und erlebten dann ein Wunder. Auch wir können in Situationen geraten, in denen der Glaube für andere nutzlos oder lächerlich erscheint. Machen wir es wie die Eltern: Sie folgten Jesus dorthin, wo der Grund für ihren Kummer lag. Er kann auch unsere „Klage in einen Reigen“ verwandeln und uns aus der Tiefe herausführen. Einen gesegneten Tag wünscht Angela Mumssen (1) Ps. 30,12-13 [Luther 2017] (2) Mark. 5,36 [Luther 2017] Ein Gebet für alle, die gerade in der Tiefe sind: Vater Gott, hilf mir und erhöre mein Gebet. Sei mein Halt und mein Licht in der Dunkelheit. Herr, ich vertraue darauf, dass du mich führst und leitest, wie du es versprochen hast. Ein Wort von dir genügt, denn bei dir liegt alle Macht. Mit Leib und Seele vertraue ich mich dir an, denn du hast mich durch Jesus Christus erlöst. Danke, Herr, dass du mich liebst. Dir ist meine Not nicht entgangen; du hast erkannt, wie niedergeschlagen ich bin. Ich vertraue auf deine Hilfe. Amen.
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