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Losungswort Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus noch alles, was sein ist. 5. Mose 5,21 Lehrtext Lasst euer Leben vom Geist Gottes bestimmt sein und richtet es danach aus. Dann werdet ihr nicht euren selbstsüchtigen Wünschen nachgeben. Galater 5,16
Der Weg in die Freiheit
Eigentlich ist die Botschaft des heutigen Losungswortes klar. Wer möchte schon, dass eine andere Person versucht, das wegzunehmen, was einem gehört? Trotzdem wurde und wird dieses Gebot immer wieder gebrochen. So kann ein Erbstreit tiefe Gräben in einer Familie erzeugen – und das wegen eines Gutes, das ursprünglich keinem der Beteiligten gehörte. Oder wenn sich jemand an eine Ehefrau bzw. einen Ehemann heranmacht, ohne die bestehende Ehe zu respektieren. Auch das ist ein Bruch dieses Gebotes. Zwar ist ein Ehepartner nicht Eigentum des anderen, es besteht aber ein Treuegelöbnis zwischen beiden, in das eine dritte Person einbricht. Im Lehrtext wird von selbstsüchtigen Wünschen gesprochen. Sie sind die eigentliche Ursache, weshalb Gebote gebrochen werden, die im Grunde jeder richtig findet. Manchmal kommt mir der Gedanke, dass Gottes Gericht schon allein deshalb berechtigt ist, weil Menschen gegen das verstoßen, was sie selbst als richtig ansehen. Irgendwie existiert eine Kraft, die uns dahin treibt, das Gegenteil dessen zu tun, was wir selbst gut finden. Diese Kraft wird in der Bibel Sünde genannt. Offensichtlich kommt man weder durch Aufklärung noch durch gute Vorsätze davon los. Selbst wenn wir Richtiges falsch nennen und Falsches richtig, verstoßen wir über kurz oder lang doch wieder gegen unsere eigene Ethik. Das Evangelium Jesu Christi ist nach meiner Überzeugung der einzige Ausweg. Der Grund ist ganz einfach: In Christus finden wir vor Gott Vergebung. Das Alte ist dann vergangen. Damit aber auch Neues werden kann, benötigen wir noch ein Zweites. Nachdem Jesus der Ehebrecherin vergeben hatte, sagte er zu ihr: „Sündige von jetzt an nicht mehr!“(1) Deshalb heißt es im Lehrtext: „Lasst euer Leben vom Geist Gottes bestimmt sein und richtet es danach aus.“ Wir müssen also nicht wieder in die alten Muster zurückfallen. Gott macht uns frei. Einen gesegneten Tag wünscht Pastor Hans-Peter Mumssen (1) Joh. 8,11b (Neue Genfer Übersetzung) Gebet: Vater im Himmel, ich danke dir, dass dein Geist mich in die Freiheit führt. Ich muss nicht mehr das tun, was ich selbst ablehne oder deinem guten Willen widerspricht. Vater, ich bekenne, dass ich noch auf dem Weg bin. Noch überwältigt mich manchmal mein altes Wesen. Doch du vergibst und gehst weiter mit mir. Danke, Vater. Amen.
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