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Losungswort Siehe, was ich früher verkündigt habe, ist gekommen. So verkündige ich auch Neues; ehe denn es sprosst, lasse ich‘s euch hören. Jesaja 42,9 Lehrtext Der Menschensohn ist‘s, der den guten Samen sät. Der Acker ist die Welt. Matthäus 13,37-38
Wort und Glaube
Das heutige Losungswort ist Teil einer Prophetie, die sich auf den kommenden Messias bezieht. So lautet z.B. der dritte Vers: „Das geknickte Rohr bricht er nicht durch, den glimmenden Docht löscht er nicht aus. Ja, er bringt wirklich das Recht.“(1) Dieser Vers wird im Matthäusevangelium wiederholt(2) und bezieht sich dort eindeutig auf Jesus Christus. Sein Kommen ist das Neue, das Gott durch den Propheten ankündigt. Konnten die Menschen das glauben? Der Lehrtext wiederum ist Teil eines Gleichnisses. Es handelt von einem Menschen, der Weizen auf seinen Acker säte. Doch nachts säte jemand Unkraut dazwischen. Irgendwann merkte man, dass der Acker sowohl Weizen als auch Unkraut trug. Damit aber der Weizen nicht aus Versehen mit dem Unkraut entfernt wird, gab der Hausherr die Anordnung, beides bis zur Ernte wachsen zu lassen und es erst dann zu trennen. Als Jesus das Gleichnis deutete, sagte er: „Der gute Same, das sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder des Bösen. Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt.“(3) Ja, gehört denn ein Mensch entweder zu Gott oder zum Teufel, ohne das ändern zu können? Ich denke nicht, dass Jesus das mit diesem Gleichnis sagen wollte. Wie ich es sehe, beschreibt er den Zustand, in dem wir leben. Viele Christen waren oder sind in einer feindlichen Umgebung. Entweder werden sie als Personen angegriffen oder ihr Glaube ist anderen ein Dorn im Auge. „Wann schafft Gott endlich Recht?“, fragen sich viele. Die Antwort lautet: Am Ende der Welt wird Gott Recht schaffen. Solange müssen wir es aushalten, damit nicht ein Gerechter mit einem Ungerechten verwechselt wird. Das ist wirklich eine Herausforderung an den Glauben. Es wird uns aber helfen, das Unrecht in dieser Welt auszuhalten, ohne selbst voreilig zu richten. Erst wenn die Frucht reif ist, wird sichtbar, wer wirklich zum Reich Gottes gehört. Einen gesegneten Tag wünscht Pastor Hans-Peter Mumssen (1) Jes. 42,3 (Neue Evangelistische Übersetzung) (2) Matt. 12,20 (3) Matt. 13,38-39a (Luther 2017) Gebet: Herr Jesus, manchmal weiß ich nicht, wie ich in deinem Sinne handeln soll. Oft scheint das erfolgreicher zu sein, was gegen dich und dein Wort gerichtet ist, als das, was deine Kinder tun. Sollen wir Unrecht bekämpfen oder einfach nur aushalten? Sollen wir schweigen oder Dinge ans Licht bringen? Und wie ist es mit uns selbst? Bewahre uns davor, selbstgerecht zu werden. Herr, ich brauche deine Hilfe. Leite mich bitte auf rechtem Weg und lass dein Licht durch uns leuchten. Amen.
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