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Gedanken zur Tageslosung

für Samstag, den 19.09.2026

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Losungswort
Gott spricht: Ich will nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zürnen.
Jesaja 57,16

Lehrtext
Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.
1. Johannes 2,1

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Er ist für uns

Das Kapitel aus dem Buch Jesaja, aus dem das heutige Losungswort stammt, beginnt mit einem Bericht und einer Aufforderung Gottes. Zuerst wird beschrieben, dass die Gerechten und Frommen umgekommen sind, was jedoch keinen interessiert. Dann aber fordert Gott die Menschen auf, vor ihn zu treten und konfrontiert sie: „Seid ihr nicht abtrünnige Kinder, ein verkehrtes Geschlecht, die ihr bei den Götzeneichen in Brunst geratet, unter allen grünen Bäumen, und die Kinder schlachtet in den Tälern unter den Felsklippen?“(1)

Nicht nur, dass sie Gott verlassen hatten und Götzen anbeteten – sie brachten sogar ihre Kinder als Opfer dar. Schlimmeres ist kaum vorstellbar. Ist Gottes Zorn da nicht mehr als berechtigt? Warum redet er überhaupt noch zu denen, die so etwas tun? Weil Gott ein Ziel hat: Rettung. Er bietet sogar denen, die Furchtbares getan haben, eine neue Chance an. Er selbst sagt: „Meinst du, dass ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott der HERR, und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt?“(2)

Das ist keine billige Gnade, bei der man machen kann, was man will, und dann Gott mit ein paar Gebeten oder Ritualen besänftigen möchte. Sünde bleibt Sünde und trennt uns von Gott. Wenn wir sein Angebot ernst nehmen, können wir nicht weiter auf falschen Wegen gehen. Wir müssen uns dann auf ihn ausrichten. Wenn Gott sagt: „Ich will nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zürnen“, bietet er damit die Chance, das Alte hinter sich zu lassen.

Nun ist es allerdings nicht so, dass man auf dem Weg mit Gott automatisch ein makelloses Leben führt. Der Apostel Johannes, von dem der Lehrtext ist, schreibt dazu: „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“(3) Doch weil Gott Rettung und Leben will, gab er seinen Sohn, Jesus Christus. In ihm finden wir Vergebung, Wiederherstellung – und einen Fürsprecher.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Jes. 57,4-5 [Luther 2017] (2) Eze. 18,23 [Luther 2017] (3) 1.Joh. 1,8 [Luther 2017]

Gebet:
Danke, lieber Vater im Himmel, dass du für uns bist. In deinem Sohn hast du die Hand zu uns ausgestreckt. Nun dürfen wir ohne Angst zu dir kommen. Hilf uns, deinen Willen zu tun und so zu leben, wie es dir gefällt. In Jesu Namen, Amen.



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