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Losungswort Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? Psalm 42,4 Lehrtext Paulus schreibt: Dass ich meine Fesseln für Christus trage, das ist im ganzen Prätorium und bei allen andern offenbar geworden, und die meisten Brüder in dem Herrn haben durch meine Gefangenschaft Zuversicht gewonnen und sind umso kühner geworden, das Wort zu reden ohne Scheu. Philipper 1,13-14
Zuversicht gewinnen
Heute gehe ich einmal vom Lehrtext aus. Paulus berichtet dort, dass überall bekannt war, weshalb er gefangen genommen wurde: Es war sein klares Bekenntnis zu Jesus Christus. Obwohl die Römer ihn gefangen hielten, waren sie nicht seine Ankläger. Das war eine bestimmte jüdische Gruppe, die schon Jesus und später auch Paulus für gefährliche Irrlehrer hielten. Nun löste die Gefangenschaft des Paulus bei den meisten Christen keine Angst oder Panik aus. Auch entstand bei ihnen keine Kontroverse, ob er sich vielleicht zu Recht in Gefangenschaft befand, weil er etwas Unrechtes getan hatte. Im Gegenteil, bei vielen wuchsen Zuversicht und Mut, das Wort von der Erlösung durch Christus zu verkündigen. Woran lag das? Ich glaube, es liegt daran, weil wir als Christen etwas haben, das uns niemand nehmen kann. Paulus beschrieb es einmal so: „Christus in euch – die Hoffnung auf Gottes Herrlichkeit!“(1) Gerade Widerstand und vielleicht auch Leid rücken diese Tatsache neu in unseren Lebensmittelpunkt. Wie ergeht es uns damit? Gemessen an dem, was Christen in anderen Ländern erleiden, geht es uns hier sehr gut. Gegenwind gibt es häufig im privaten Umfeld: in den Familien, am Arbeitsplatz, in der Ausbildung oder im Freundeskreis. Viele Menschen fragen ähnlich wie im Losungswort: „Wo ist denn nun Gott?“ Wo war er beim jüngsten Anschlag in Berlin? Wo ist er, wenn Menschen in jungen Jahren schon sterben, Kinder leiden oder Menschen hungern? Vielleicht fragen wir auch gerade selbst, wo denn nun unser Gott ist. Was ist, wenn der Himmel schweigt und wir ihn gerade jetzt dringend brauchen? Nun, eines bleibt: Christus ist immer noch in uns. Er durchleidet alles mit uns zusammen. Er ist und bleibt unsere Zuversicht. Einen gesegneten Tag wünscht Pastor Hans-Peter Mumssen (1) Kol. 1,27 (Neue Genfer Übersetzung) Gebet: Herr Jesus Christus, ich danke dir, dass du uns nicht allein zurückgelassen hast. Du bist zu uns gekommen – dein Geist wohnt in uns. Ich bitte dich, dass du meine Glaubensgeschwister und mich immer wieder daran erinnerst, dass du jeden Tag bei uns bist bis zum Ende der Welt. Danke, Jesus. Amen.
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