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Losungswort Der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott. 5. Mose 4,24 Lehrtext Darum, weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt. Hebräer 12,28
Ein verzehrendes Feuer
Im heutigen Losungswort warnte Mose das Volk Israel davor, sich ein Bildnis von Gott zu machen, da dieser „ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott“ ist. Auch im Lehrtext werden wir aufgefordert, Gott mit Respekt zu begegnen, „denn“ – so lesen wir im Folgevers – „unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.“(1) Diese Eigenschaft Gottes wird also im Alten wie auch im Neuen Testament erwähnt. Doch wie vereinbart sich das mit seiner Liebe und damit, dass wir ihn „Abba, lieber Vater!“(2) nennen dürfen? Offenbar sind wir Gott sehr wichtig. Ansonsten würde er uns einfach machen lassen, wie wir wollen. Es wäre ihm egal, wenn wir in unser Unglück laufen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Gerade weil er uns liebt, eifert er um uns. Ich möchte das am Beispiel eines Ehepaares veranschaulichen. Bei ihrer Hochzeit haben sie sich gegenseitig zugesagt, einander zu lieben. Doch im Laufe der Zeit stellt sich heraus, dass sie nicht wirklich die andere Person lieben, sondern ihre eigenen Vorstellungen in sie hineinprojizieren. Sie haben sich von ihrem Partner ein Bild gemacht, das nicht dem entspricht, wie er bzw. sie tatsächlich ist. In solch einer Beziehung kann keine echte Liebe entstehen, solange beide an ihren Bildern festhalten. Ich glaube, in unserer Beziehung zu Gott ist es nicht anders. Seine Liebe zu uns besteht eben auch darin, dass er das bekämpft, was die Liebe zerstören kann. Deshalb nahm Jesus Christus unsere Schuld auf sich. Deshalb eifert Gott um uns. Deshalb ist er ein verzehrendes Feuer, das alles verbrennen will, was uns von ihm trennt. Dazu zählt auch, wenn wir uns ein Bild von ihm machen. Ob es nun in Stein gemeißelt ist oder sich nur in unseren Köpfen befindet, spielt dabei keine Rolle. Für mich mündet alles in die Fragen: Wollen wir Gott lieben, wie er wirklich ist? Und sind wir bereit, uns von Gottesbildern zu trennen? Einen gesegneten Tag wünscht Pastor Hans-Peter Mumssen (1) Hebr. 12,29 [Luther 2017] (2) Röm. 8,15 [Luther 2017] Als Inspiration zum Gebet einige Verse von Paulus: Ja, ich möchte Christus immer besser kennen lernen; ich möchte die Kraft, mit der Gott ihn von den Toten auferweckt hat, an mir selbst erfahren und möchte an seinem Leiden teilhaben, sodass ich ihm bis in sein Sterben hinein ähnlich werde. Dann werde auch ich - das ist meine feste Hoffnung - unter denen sein, die von den Toten auferstehen. Phil. 3,10-11 [Neue Genfer Übersetzung]
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