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Losungswort Gott schuf sie als Mann und Frau und segnete sie und gab ihnen den Namen „Mensch“. 1. Mose 5,2 Lehrtext Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Römer 12,10
Von Mensch zu Mensch
Im heutigen Losungswort lesen wir, dass Gott den Menschen als Mann und Frau schuf und sie segnete. Er hatte sie nach seinem Bild gemacht(1), was bedeutet, dass nicht nur der Mann, sondern Mann und Frau etwas von Gott widerspiegeln. In der auf das Losungswort folgenden Aufzählung von Adams und Evas Nachkommen liest man nun immer wieder den Namen eines Mannes und den Namen eines Sohnes. Danach wird die Lebensspanne des Vaters genannt und dass er weitere Söhne und Töchter zeugte, die jedoch nicht namentlich erwähnt sind. Waren sie dadurch weniger wert als der genannte Sohn? Ich denke, nein. Gerade durch sie bestand der Mensch weiter. Für den Fortbestand einer Gesellschaft braucht es nicht nur einen einzigen Mann oder eine einzige Frau. Es braucht Menschen – Frauen und Männer, Söhne und Töchter. Der Segen, den Gott Adam und Eva gab, beinhaltete diese Vervielfältigung. Doch mit ihr kamen auch Probleme: Neid, Eifersucht, Wut und schließlich der erste Mord, als Kain seinen Bruder Abel erschlug.(2) Hier stoßen wir allmählich an eine der größten Baustellen der Menschheit: der Umgang miteinander. Was schon sehr früh sichtbar wurde, ist offensichtlich bis zum heutigen Tag ein großes Thema: Männer gegen Männer, Männer gegen Frauen, Frauen gegen Männer, Frauen gegen Frauen – die Geschichte zeugt von schier endloser Ungerechtigkeit und Gewalt. Von Gott geschaffen und gesegnet, um miteinander zu leben, haben die Menschen das durch gegenseitige Unterdrückung immer wieder ins Gegenteil verkehrt. Im Großen wie im Kleinen spricht einer dem anderen den Wert ab. Im Lehrtext sehen wir hierzu einen Gegenentwurf: „Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor.“ Alle, die erfahren haben, dass Gott barmherzig ist, sollen sich von ihm in ihrem Denken erneuern lassen, damit sie prüfen können, was ihm gefällt und was nicht.(3) Das bedeutet unter anderem, sich nicht über andere zu stellen, Böses nicht mit Bösem zu vergelten und Feinde zu segnen.(4) Wie denken wir? Einen gesegneten Tag wünscht Angela Mumssen (1) 1.Mose 1,26-27 (2) 1.Mose 4,4-8 (3) Röm. 12,1-2 (4) Röm. 12,9-21 Gebet: Vater im Himmel, ich danke dir, dass du uns helfen willst, zu erkennen, was dein Wille ist. Was wir um uns herum sehen und erleben, steht so oft im Widerspruch zu deinem Reich. Auch unser eigenes Handeln stimmt mitunter da nicht überein. Danke für deine Vergebung – und danke, dass du uns annimmst, wie wir sind, aber nicht in unserer Unvollkommenheit stecken lässt. Verändere unser Denken, damit wir so leben können, wie es dir gefällt. Das bitte ich im Namen Jesu, Amen.
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