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Losungswort HERR, du bist doch unser Vater! Wir sind Ton, du bist unser Töpfer, und wir alle sind deiner Hände Werk. Jesaja 64,7 Lehrtext Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst? Spricht etwa ein Werk zu seinem Meister: Warum hast du mich so gemacht? Römer 9,20
Der Töpfer
Das heutige Losungswort sprach der Prophet Jesaja in einer Zeit, als das Volk Israel buchstäblich am Boden lag. So sagt er: „Deine heiligen Städte sind zur Wüste geworden, Zion ist zur Wüste geworden, Jerusalem liegt zerstört.“(1) Durch ihre Sünde von Gott getrennt, war es fast so, als ob sie nie sein Volk gewesen wären. Doch genau darauf bezog sich Jesaja mit seinem Ausruf: „HERR, du bist doch unser Vater! Wir sind Ton, du bist unser Töpfer, und wir alle sind deiner Hände Werk.“ Dieses Festhalten an Gott in schweren Zeiten ist das Kennzeichen einer tiefen Beziehung zu Gott. Manches in unserem Leben geschieht, ohne dass wir dafür verantwortlich sind. An anderem haben wir durchaus unseren Anteil. Und auch wenn Gott uns unsere Schuld vergibt: Die Konsequenzen unserer Handlungen macht er nicht automatisch rückgängig. Ein Beispiel: Wenn jemand durch mich zu Schaden kommt, kann ich um Vergebung bitten, der Schaden verschwindet jedoch nicht einfach dadurch. Nun argumentieren einige, Gott könne doch einfach verhindern, dass wir Unrechtes tun. Wenn wir „Ton“ in seinen Händen sind, so wäre er als „Töpfer“ schließlich dafür verantwortlich, was er aus uns macht. Solche Argumente hörte auch der Apostel Paulus, von dem der Lehrtext stammt. Er setzte sich mit der Frage auseinander, wie Gott uns zur Rechenschaft ziehen kann, wenn doch niemand sich seinem Willen widersetzen kann.(2) Anhand des Vergleichs von einem Meister und dessen Werk zeigte Paulus auf, wie anmaßend es ist, wenn Menschen ihrerseits Gott zur Rechenschaft ziehen wollen. Letztlich ist es eine Frage, ob wir diesem „Töpfer“ vertrauen wollen. Jesaja tat es, und Paulus tat es ebenso. Denn dann können wir wie sie darauf hoffen: „Kein Ohr hat gehört, kein Auge hat gesehen einen Gott außer dir, der so wohltut denen, die auf ihn harren.“(3) Wer auf ihn traut, den wird er hindurchbringen. Einen gesegneten Tag wünscht Angela Mumssen (1) Jes. 64,9 [Luther 2017] (2) Röm. 9,19 (3) Jes. 64,3 [Luther 2017] Als Gebet die erste Strophe des Liedes „Nimm du mich ganz hin“: Nimm du mich ganz hin, o Gottessohn. Du bist der Töpfer, ich bin der Ton. Mach aus mir etwas nach deinem Sinn, während ich harre, nimm mich ganz hin. Amen. Text: A. P. Mihm
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