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Losungswort Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Sprüche 1,7 Lehrtext Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr an euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? 2. Korinther 13,5
Selbstprüfung
In den heutigen Bibelversen geht es um Selbstüberprüfung. Es geht jedoch nicht nur darum, zu erkennen, was richtig ist, sondern auch darum, es zu tun. Der Apostel Paulus schrieb einmal: „Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.“(1) Geht unsere Erkenntnis jedoch nur so weit, so gilt für uns das Gleiche, was Paulus in diesem Zusammenhang von sich selbst sagte: „Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich jemals aus dieser Gefangenschaft befreien?“(2) Der Prophet Jesaja machte eine ähnliche Erfahrung. Ungefähr zehnmal rief er ein „Wehe“ über die Sünden und die Heuchelei seiner Mitmenschen aus. Doch dann stand er plötzlich selbst vor Gottes Thron – und rief das nächste „Wehe“ über sich selbst aus: „Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen.“(3) Zu dieser Erkenntnis gelangte er, als er direkt mit Gott konfrontiert wurde. In solch einer direkten Begegnung wird uns nämlich klar, mit wem wir es zu tun haben. Das wiederum erfüllt uns mit einer äußerst respektvollen Ehrfurcht – der Furcht des HERRN. An diesem Punkt beginnt also die Erkenntnis. Doch sie endet nicht dort. Jesaja erlebte, wie ihm vergeben wurde. Ja, Gott machte ihn sogar zu seinem Boten, der an vielen Stellen das Kommen und die Erlösungstat Jesu Christi ankündigte. Auch Paulus endete nicht mit der Erkenntnis seiner Verlorenheit. Vielmehr beschrieb er, dass uns in Christus keine Verdammnis mehr droht.(4) Diese erlösende Erkenntnis verändert komplett unser Leben und die Art, wie wir leben. Wir in Christus und Christus in uns – das ermöglicht uns, gottgemäß zu leben. Doch leider gerät das auch unter Christen manchmal in Vergessenheit. Sie fallen in alte Muster zurück und vergessen die Kraft, die Gott ihnen in Christus geschenkt hat. Deswegen ist es gut, sich immer wieder zu prüfen, welchen Einfluss diese Tatsache auf unser Glaubensleben hat. Einen gesegneten Tag wünscht Pastor Hans-Peter Mumssen (1) Röm. 7,18 [Luther 2017] (2) Röm. 7,24 [Hoffnung für alle] (3) Jes. 6,5 [Luther 2017] (4) Röm. 8,1,2 Als Gebet heute eine Strophe aus dem Lied „In Christus ist mein ganzer Halt“: In Christus ist mein ganzer Halt. Er ist mein Licht, mein Heil, mein Lied, der Eckstein und der feste Grund, sicherer Halt in Sturm und Wind. Wer liebt wie er, stillt meine Angst, bringt Frieden mir mitten im Kampf? Mein Trost ist er in allem Leid. In seiner Liebe find ich Halt. Text: Guido Baltes, Melodie: Keith Getty (2001), Stuart Townend (2001)
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