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Gedanken zur Tageslosung

für Mittwoch, den 04.11.2026

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Losungswort
Der HERR wird Zion wieder trösten.
Sacharja 1,17

Lehrtext
Jesus Christus spricht: Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.
Johannes 16,22

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Oasen in der Wüste

Immer wieder finden wir in der Bibel Schilderungen, dass Menschen durch ein dunkles Tal gehen müssen – teilweise auch durch eigenes Verschulden. Doch am Ende wird Gott alles zum Guten wenden. Die heutigen Bibelverse berichten von solchen Wenden zum Guten. Bevor diese aber eintreten, werden sie schon vorhergesagt. Gottes Wort schenkt uns also Hoffnung, selbst wenn sich unser Leben noch in einer Wüste befindet.

Im Losungswort erhält das Volk Israel solch einen Zuspruch Gottes. Die gesamte Geschichte Israels ist voller Leid, aber auch voller Freude, wenn Gott sich seiner Kinder erbarmt. So lautet der vollständige Losungsvers: So spricht der HERR Zebaoth: „Es sollen meine Städte wieder Überfluss haben an Gutem, und der HERR wird Zion wieder trösten und wird Jerusalem wieder erwählen.“(1) Gott hat tatsächlich etwas Gutes mit seinem Volk Israel vor. Wie Oasen in einer Wüste wurde das Gute in dessen Geschichte immer wieder sichtbar. Am Ende wird es jedoch keine Oase mehr sein, sondern gutes Land.

Ganz ähnlich ergeht es denen, die an Jesus Christus glauben. Im Lehrtext bereitet Jesus seine Jünger darauf vor, dass er von ihnen gehen wird. Es wird aber jemand kommen – nämlich der Heilige Geist –, der die Jünger trösten wird. Dieser Heilige Geist ist Jesus Christus zusammen mit dem Vater. Sie werden in uns wohnen.(2) Selbst wenn wir äußerlich bedrängt werden, empfangen wir Gottes Frieden und seine Freude in unserem Inneren. Als Christen gehen wir in der Wüste nicht von Oase zu Oase, die Oase geht mit uns. Außen Wüste, innen Oase. Außen Bedrängnis, innen Frieden. Außen Traurigkeit, innen Freude. Das schenkt uns Gott schon hier in dieser Zeit.

Wichtig ist, wie ich denke, dass wir uns diese Freude nicht nehmen lassen. Das, was Gott in unser Inneres legt, ist größer als das, was uns von außen bedrückt. Und irgendwann – vielleicht schon bald – wird nur noch Freude sein.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Sach. 1,17 [Luther 2017] (2) Joh. 14,23

Als Gebet heute die erste Strophe des Liedes „In dir ist Freude in allem Leide“:

In dir ist Freude in allem Leide,
o du teurer Jesus Christ.
Durch dich wir haben himmlische Gaben,
der du wahrer Heiland bist.
Hilfest von Schanden, rettest von Banden,
wer dir vertrauet, hat wohl gebauet,
wird ewig bleiben. Halleluja!
Zu deiner Güte steht das Gemüte,
an dir wir kleben im Tod und Leben,
nichts kann uns scheiden. Halleluja!

Text: Cyriacus Schneegass (*1546 †1597)


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