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Gedanken zur Tageslosung

für Donnerstag, den 17.09.2026

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Losungswort
Führe mich aus dem Kerker, dass ich preise deinen Namen.
Psalm 142,8

Lehrtext
Petrus wurde im Gefängnis festgehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhören für ihn zu Gott.
Apostelgeschichte 12,5

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Geistgeführte Gebete

Der Psalm, aus dem das heutige Losungswort stammt, beginnt mit folgenden Worten: „Ein Gebet Davids, zum Nachdenken. Er verfasste es, als er sich auf der Flucht vor Saul in einer Höhle versteckte.“(1) David befand sich also im wahrsten Sinne des Wortes in einem Kerker. Würde er die Höhle verlassen, wäre das sein sicherer Tod. Würde Saul ihn in der Höhle suchen, könnte er nicht entrinnen. In dieser Not betete David zu Gott.

Nun war David ja nicht als Straftäter auf der Flucht. Er hatte sich Saul gegenüber nichts zuschulden kommen lassen – er wurde also zu Unrecht verfolgt. Trotzdem bat er Gott nicht darum, Saul davon abzuhalten, ihn zu verfolgen, oder gar um den Tod Sauls. Das wird besonders in dem deutlich, was David tat, als Saul zufällig in die Höhle kam, um dort seine Notdurft zu verrichten. David hätte die Chance gehabt, Saul zu töten – doch er tat es nicht. Er wollte den von Gott eingesetzten König nicht töten, selbst wenn dieser falsch handelte. Er bat einfach um Bewahrung.

In einer ganz ähnlichen Gesinnung betete damals die Gemeinde, als man Petrus im Gefängnis festhielt. Kurz zuvor hatte König Herodes Jakobus töten lassen. Die Situation war also bedrohlich. Nun steht im Lehrtext nicht, was genau sie gebetet haben, doch nicht lange davor hatte die Gemeinde eine ähnliche Bedrohungslage erlebt. Damals beteten sie nicht darum, dass Gott ihren Verfolgern widersteht, sondern dass er ihnen die Freimütigkeit schenkt, trotz der Bedrohung im Namen Jesu zu predigen und zu wirken.(2) Außerdem baten sie Gott darum, Zeichen und Wunder zu tun. Genau das geschah auch in Bezug auf Petrus: Ein Engel befreite ihn aus dem Gefängnis.

Was können wir aus diesen Bibelworten lernen, wenn uns etwas bedroht? Ich denke: Vor allem erst einmal zu Gott zu beten. Doch nicht für irgendetwas, auch nicht gegen die, die uns bedrohen, sondern dafür, dass Gott uns rettet und wir seinen Namen preisen können.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Ps 142,1 [Hoffnung für alle] (2) Apg. 4,24-31

Gebet:
Herr Jesus Christus, ich bitte heute für uns Christen und für mich selbst: Hilf uns, dass wir nicht auf menschliche Weise reagieren, wenn wir uns bedroht fühlen. Leite uns in unseren Gebeten und führe uns deinen Weg. Lass sichtbar werden, dass nicht wir für dich kämpfen, sondern dass du für uns kämpfst. Das bitte ich in deinem Namen, Jesus, Amen.



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