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Gedanken zur Tageslosung

für Dienstag, den 16.10.2018

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Recht und Gerechtigkeit tun ist dem HERRN lieber als Opfer.
Sprüche 21,3

Richtet nicht nach dem, was vor Augen ist, sondern richtet gerecht.
Johannes 7,24

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Das Bessere

Die heutigen Bibelverse beschäftigen sich damit, was Gott wichtiger ist als vermeintliche religiöse Leistungen. Nun glaube ich, dass kaum jemand mit seinen religiösen Handlungen absichtlich an Gott vorbei plant. Tatsächlich steckt ja häufig das Ziel dahinter, Gott zu gefallen. Dennoch ist es anscheinend möglich, dieses Ziel zu verfehlen. Das gut Gemeinte führt also nicht immer automatisch zum Guten.

Im Losungsvers geht es um die Bemühungen, Gott durch Opfer zu gefallen. Er hatte sie ja selbst angeordnet, wie war es da möglich, ihm damit nicht zu gefallen? Ich glaube, Gott ging - und geht es immer noch - vor allem darum, eine Beziehung zu den Menschen zu haben. Eine Beziehung besteht jedoch in erster Linie aus gegenseitiger Zuwendung. Absprachen und Vereinbarungen alleine sind also nicht entscheidend und Rituale schon gar nicht. Sie können sogar manchmal das Gegenteil bewirken, wenn man sich beispielsweise auf sie beruft oder sie einfordert. Im Falle des Losungsverses stellte Gott sehr klar, dass das Einhalten von äußeren Ordnungen - wie Opfer - etwas sehr Wichtiges nicht ersetzen kann: Recht und Gerechtigkeit tun. Das hört sich vielleicht nach Gesetz an, ist es aber nicht. Im Buch Hosea lesen wir: „Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.“ (Hos. 6,6) Gott geht es also um unser Herz und auch darum, dass wir ihn als den wahren Gott wahrnehmen.

Im Umfeld des Lehrtextes brachte Jesus genau das zum Ausdruck. Die Menschen, die ihm zuhörten, beurteilten ihn nach dem, was sie sahen oder über ihn gehört hatten. Jesus hingegen forderte sie auf, danach zu forschen, wie Gott ihn sah. Diese Frage hat an Aktualität nichts verloren. Immer noch geht es für jeden einzelnen Menschen darum, wie er Jesus Christus sieht. Und immer noch geht es darum, nicht aufgrund dessen zu urteilen, was andere sagen oder was man sieht, sondern Christus und seinen Willen zu erkennen. Das ist das Beste, was uns passieren kann.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen


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