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Gedanken zur Tageslosung

für Mittwoch, den 26.07.2017

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Lobet Gott in den Versammlungen.
Psalm 68,27

Der Gott der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, wie es Christus Jesus entspricht, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus.
Römer 15,5-6

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Eintracht

In den heutigen Bibelversen geht es um das Lob Gottes. Der Lehrtext fügt noch hinzu, dass dieses Lob in Eintracht geschehen soll. Was ist damit gemeint, und wie wirkt sich solch ein Lob praktisch aus? Im Losungswort forderte David, der Schreiber des Psalms, sein Volk auf, Gott gemeinsam zu loben. Das war und ist in Israel nicht unüblich. Es gibt etliche Feiern, z.B. das Fest der religiösen Mündigkeit (Bar Mizwa), wo die beteiligten Personen singend und tanzend auf den Straßen feiern. Dass bei uns das Feiern und die Freude so manch eine Kirchengemeinde verlassen haben, hat, wie ich meine, mit der Bibel kaum etwas zu tun.

Doch es geht nicht nur um das Loben, Singen und Tanzen. Es geht vor allem um die innere Haltung. Es gibt Feiern, da passen menschliche Probleme oder geistliche Sehnsüchte nicht hinein. Im Lehrtext jedoch lesen wir, wie alles zusammenfließt: Geduld, Trost, Einmütigkeit und Freude an Gott, dem Vater Jesu Christi. Menschliches Leid und Freude an Gott passen also zusammen - wenn wir beides gemeinsam tragen. Deshalb ist Eintracht so wichtig, wenn wir Gott loben wollen.

Mir fällt immer wieder auf, dass wir dazu neigen, uns voreinander abzuschließen. Im Gottesdienst sitzt man möglichst entfernt voneinander. Man betet oder singt für sich. Manchmal werden auch Kinder als störend empfunden: „Wie soll man Gott für sich erleben, wenn ein Kind ständig an einem zerrt?“ All das sind Anzeichen dafür, dass sich der Gottesdienst aus lauter „Ichs“ zusammensetzt. Ein „Wir“ ist da noch nicht vorhanden. Auch nicht ein „Wir gehören zusammen“ und „lasst uns gemeinsam Gott erheben“. Ich denke, die heutige Losung will uns dazu anstoßen, uns mit denen zu verbinden, die Jesus Christus die Ehre geben wollen. Leidet unser Nachbar, so leiden wir mit, wenn er bzw. sie sich freut, so freuen wir uns mit. All das tun wir gemeinsam vor Gott, unserem Erlöser.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen


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