<

Gedanken zur Tageslosung

für Freitag, den 06.11.2026

>

Losungswort
Brich dem Hungrigen dein Brot!
Jesaja 58,7

Lehrtext
Ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben.
Matthäus 25,35

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Ein ernstes Wort

Die heutigen Bibelverse können sowohl wörtlich als auch übertragen verstanden werden. Wörtlich gesehen finden wir hier einen Auftrag Gottes, uns um bedürftige Menschen zu kümmern. Was mir besonders in die Augen fällt, ist das Wort „dein“. Es geht hier sowohl um einen persönlichen Verzicht als auch um die Bereitschaft, zu teilen und den Hunger von Menschen um mich herum wahrzunehmen. Das erwartet Gott offensichtlich von uns. Das Losungswort ist Teil einer Aufzählung, wie Gott sich ein wahres Fasten vorstellt. Letztendlich geht es dabei nicht um ein religiöses Ritual, sondern um konkrete Handlungen gegenüber unserem Nächsten.

Auch der Lehrtext steht in einem Zusammenhang. Jesus berichtet hier vom Endgericht – und wie es verlaufen wird. Dabei geht es ebenfalls um unser Verhalten anderen gegenüber. Doch es geht noch um mehr. So sagte Jesus: „Was immer ihr für einen meiner Brüder getan habt - und wäre er noch so gering geachtet gewesen -, das habt ihr für mich getan.“(1) Das gilt für das, was wir getan haben, und ebenfalls für das, was wir unterlassen haben.

Nun höre ich öfters, dass dieses Gericht nicht auf uns Christen zutreffen soll. Wir werden von Gott ja nicht aufgrund unserer Werke angenommen, sondern aufgrund seiner Gnade und unseres Glaubens an Jesus Christus. Nun, auch dazu hat Jesus etwas zu sagen. So erzählte er in einem Gleichnis von einem hoch verschuldeten Knecht, dem sein Herr alles erlassen hatte. Als dieser Knecht aber bei einem Mitknecht nicht bereit war, diesem ebenfalls dessen Schulden zu erlassen oder zumindest zu stunden, wurde sein Herr so zornig, dass er seinen Erlass wieder rückgängig machte.(2) Gott erwartet also, dass wir seine Gnade, seine Fürsorge und seine Liebe an andere weitergeben. Das ist die übertragene Bedeutung, dem Hungrigen das Brot zu brechen. Das, was Gott uns in Christus geschenkt hat, behalten wir nicht für uns selbst, sondern teilen es mit anderen. Sind wir dazu bereit?

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Mt 25,40 [Neue Genfer Übersetzung] (2) Matt. 18,23-35

Gebet:
Herr Jesus Christus, dir ist es sehr wichtig, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen. Ich bitte dich, vergib uns, wenn wir dem Hungrigen nicht unser Brot gebrochen oder uns anderweitig nicht um die Not unserer Mitmenschen gekümmert haben. Hilf mir, dass deine Gnade und deine praktische Barmherzigkeit durch mich wirksam werden. Das bitte ich in deinem Namen, Jesus Christus. Amen.


Kurze Bewertung: "Hat Sie diese Andacht angesprochen?"
|  ja sehr  |   ja   |  es geht so  |  nein  |  überhaupt nicht  |

Schreiben Sie einen Kommentar


Diese Andachten sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de)
Wenn Sie diesen Dienst täglich als E-Mail erhalten möchten, gehen Sie bitte auf folgende Seite: Gedanken zur Tageslosung als Mail oder schreiben Sie einfach ein kurzes Mail an: buero@cza.de
Falls Sie diesen Dienst mit einer Spende unterstützen wollen:
Überweisen Sie Ihre Spende an CZA, IBAN: DE83 2215 0000 0000 1026 28, BIC: NOLADE21ELH oder gehen Sie auf die Spendenseite des CZA, auf der Sie zusätzlich mit PayPal oder einer Kreditkarte spenden können.
Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (www.ebu.de)
Das Copyright der Andachten liegt bei Pastor Hans-Peter Mumssen. Die Andachten dürfen nur unverändert übernommen werden.


Kommentar schreiben: