Israelreise mit Angela und Hans-Peter Mumssen

Vom 14. bis zum 21. Sept. 2016
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Gedanken zur Losung für Montag, den 29.08.2016

Du sollst den Geringen nicht vorziehen, aber auch den Großen nicht begünstigen.
3.Mose 19,15

Haltet den Glauben an Jesus Christus, unsern Herrn der Herrlichkeit, frei von allem Ansehen der Person.
Jakobus 2,1

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Gerechtes Urteil

Im heutigen Losungswort werden Richter aufgefordert, gerecht zu urteilen. Weder Mitleid mit dem Geringen noch Furcht vor dem Großen sollen beim Urteil eine Rolle spielen. Gewiss kann man das auch auf andere Bereiche übertragen, z. B. dass Menschen, die man mag, nicht anders behandelt werden dürfen als Personen, die einem unsympathisch sind. Ich denke, dass dieses Prinzip eine Säule unseres heutigen Rechtsstaats ist. Aus vielen Ländern und unserer eigenen Geschichte wissen wir, wie schrecklich es sein kann, wenn Richter das Recht beugen.

Der Lehrtext überträgt dieses Gebot auf uns alle, auch wenn wir kein Richteramt innehaben. Unser Glaube an Jesus Christus soll sich in unserem Verhalten widerspiegeln. Doch da berühren wir ein sensibles Thema. Es ist manchmal erstaunlich, wie schnell sich ein Gerücht über eine Person auch unter Christen verbreitet, ohne dass jemand prüft, ob es überhaupt stimmt. So kam einmal jemand auf mich zu und sagte: „Ich habe gehört, deine Ehe steht kurz vor der Scheidung.“ Ich antwortete dieser Person: „Gut, dass du es mir sagst - ich hätte es nicht bemerkt.“ Dann habe ich mich gefragt: „Was reden einige Christen eigentlich so, wenn der Tag lang ist?“ Ehe Leute miteinander reden, reden sie häufig übereinander. Das alles kann dazu führen, dass unsere Vorurteile bestimmen, wie wir mit anderen umgehen.

Um nicht heimlich ungerecht zu werden, habe ich mir vorgenommen, folgendes Bibelwort zu meinem Leitsatz zu machen: Daher beurteilen wir jetzt niemand mehr nach rein menschlichen Maßstäben. … Vielmehr wissen wir: Wenn jemand zu Christus gehört, ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; etwas ganz Neues hat begonnen! (2.Kor. 5,16-17) Alle Urteile und Vorurteile beziehen sich auf den natürlichen Menschen. Wenn ich nun aber meine Mitchristen als neue Schöpfung betrachte, greift das alles nicht mehr. Ich beurteile sie nicht mehr nach dem Ansehen der Person.

Einen gesegneten Wochenanfang wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Gedanken zur Losung für Sonntag, den 28.08.2016

Du bist mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir hilfst vor Gewalt.
2.Samuel 22,3

In allem sind wir bedrängt, aber nicht in die Enge getrieben, ratlos, aber nicht verzweifelt, verfolgt, aber nicht verlassen, zu Boden geworfen, aber nicht am Boden zerstört.
2.Korinther 4,8-9

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Schutz von innen

Das heutige Losungswort ist Teil eines Liedes, welches David sang, als Gott ihn aus den Händen seiner Feinde errettet hatte. Wie erlebte David diesen Schutz, von dem er dort singt? Wie erlebte er Zuflucht und Rettung vor Gewalt? Lesen wir die Geschichte Davids, so erfahren wir, dass er häufig in große Gefahr geriet und oft dem Tod nur knapp entrinnen konnte. Gott schützte ihn, aber der Schutzschirm war oft hautnah. So floh David zum Beispiel in das Haus des Propheten Samuel. Doch Saul erfuhr davon und kam mit einer Abordnung ebenfalls dorthin. Eigentlich gab es kein Entkommen mehr für David. Was konnte Samuel schon gegen eine Schar von Kriegern ausrichten? Doch dann kam der Geist Gottes auf Saul und die Seinen, sodass dieser auf dem Boden liegend in Verzückung geriet.(1) Gott hat eben viele Wege zu beschützen.

Ähnliches berichtet Paulus im heutigen Lehrtext. Offensichtlich war es ja nicht so, dass Paulus und seine Mitstreiter völlig unbeschadet ihren Dienst versehen konnten. Im Gegenteil - die Ausbreitung des Evangeliums geschah unter viel Leid und Schmerz. Doch das Leben aus Christus, das sie verkündigten, blieb völlig unversehrt. Und auch körperlich und seelisch rappelten sie sich immer wieder auf. Ihr Ziel war nicht die Leidvermeidung, sondern die Verherrlichung Jesu Christi. „Durch das Leiden erfahren wir am eigenen Leib ständig den Tod von Christus, damit auch das Leben Christi an unserem Körper sichtbar wird.“ (2.Kor. 4,10) Das war Paulus Devise. Er erlebte, wie Gott ihn von innen her schützte.

Genau mit diesem Schutz dürfen auch wir rechnen. Das, was wirklich wichtig ist, kann uns niemand nehmen: Christus in uns. Und das, was Jesus Christus wichtig ist, kann ihm niemand streitig machen: wir in ihm.

Einen gesegneten Sonntag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) 1.Sam. 19,18-24

Gedanken zur Losung für Samstag, den 27.08.2016

Viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande.
Daniel 12,2

Gott wird an dem Tag das Verborgene der Menschen durch Christus Jesus richten.
Römer 2,16

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

O when the saints

Viele kennen sicher das Lied „O when the saints“. Häufig wird es von Oldtime-Jazzkapellen gespielt und gesungen, aber auch von vielen Gospelchören. Da es sehr fröhlich klingt, meinen viele, es habe auch einen heiteren Inhalt. Doch in diesem alten, bekannten Spiritual wird das besungen, wovon die heutigen Bibelverse berichten. Es wird einen Tag geben, an dem alle Menschen vor Gott erscheinen müssen. Das Losungswort spricht davon, dass sogar die Verstorbenen wieder aufwachen werden, um ihr Urteil zu empfangen. Der Lehrtext wiederum sagt, wer der Richter sein wird: Jesus Christus. In diesem Gericht geht um nicht weniger als um das ewige Leben. Alles Verborgene wird dann sichtbar werden.

Diese Botschaft ist alles andere als heiter. Welche Aussichten haben wir, wenn Gott alles aufdeckt und wir nackt und bloß vor ihm stehen? Ich glaube, alle Erklärungen und Entschuldigungen werden uns im Hals stecken bleiben. Was können wir denn dann noch tun? Wir können uns vor Gott beugen - und zwar schon jetzt. Wir können den als Retter kennenlernen, der auch der Richter ist. Er selbst sagt: „Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.“ (Joh. 6,40) Wer also an Jesus Christus glaubt, muss sich vor diesem Gericht nicht mehr fürchten. Er wird dort nicht auf seinen Richter, sondern auf seinen Retter treffen. Deshalb darf er sich hier schon freuen und muss diesen Tag auch nicht verdrängen, selbst wenn dann große und furchterregende Dinge geschehen werden. In unserem Spiritual wird davon gesungen, dass die Sterne herunterfallen werden und die Sonne nicht mehr scheinen wird.(1) Doch der Sänger äußert die wiederkehrende Bitte: „I want to be in that number, when the saints go marching in!“ Zu Deutsch: „Wenn die Heiligen in den Himmel einmarschieren, will ich dabei sein!“

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Matth. 24,29

Gedanken zur Losung für Freitag, den 26.08.2016

„Sie zogen Daniel aus der Grube heraus, und man fand keine Verletzung an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut.“
Daniel 6,24

Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.
Hebräer 10,35

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Vertrauen lohnt sich

Daniel, von dem das heutige Losungswort berichtet, war als junger Mann aus Israel nach Babylon verschleppt worden. Dort bekam er dank Gottes Gnade einen hohen Posten im Staat. Das hielt ihn aber nicht davon ab, seinen Glauben an Gott zu leben. Drei Mal am Tag betete er am offenen Fenster in Richtung Jerusalem, wo der Tempel Gottes stand. Trotz Drohungen ließ er sich davon nicht abbringen. Das führte dazu, dass er in eine Löwengrube geworfen wurde. Doch die Löwen taten ihm nichts - Gott beschützte ihn.

Hat diese Geschichte noch einen Bezug zu unserem jetzigen Leben? Nun, meine Gedanken gehen zu den syrischen Christen, die sich lieber von moslemischen Fanatikern umbringen ließen, als sich von Jesus Christus loszusagen. In unserem Land hingegen spielt der Glaube an Jesus Christus nur noch eine untergeordnete Rolle. Bekennen wir uns heute noch wie ein Daniel mutig zu unserem Glauben? Und leben wir ihn ebenfalls so aus?

Der Lehrtext vermittelt uns: „Werft euer Vertrauen nicht weg!“ Wenn Jesus Christus wirklich die Verbindung zu Gott wiederherstellt, Gott selber unser Vater ist und sein Geist in uns wohnt, kann das ja nicht verborgen bleiben. Verborgen bleibt es nur, wenn wir unser Licht unter den Scheffel stellen. Verborgen bleibt es auch, wenn unser Vertrauen zu Gott begrenzt ist. „Bis hierher und nicht weiter …“, so kann sich auch unser Leben mit Gott gestalten, besonders, wenn Gottes Wort nicht unseren Vorstellungen oder Wünschen entspricht.

Ich möchte uns ermutigen, Gott in allem zu vertrauen - in unseren Finanzen, im Umgang mit anderen, besonders, wenn wir uns benachteiligt fühlen, in unseren Ängsten und Befürchtungen und auch, wenn wir keinen Mangel haben. Den Lohn, den Gott uns verspricht, können wir heute schon spüren - besonders in Krisenzeiten, wenn menschliche Sicherheiten in Schwanken geraten. Dann erleben wir, was es bedeutet, dem zu vertrauen, der war, ist und bleibt: Jesus Christus.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Gedanken zur Losung für Donnerstag, den 25.08.2016

Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen.
Psalm 71,23

Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.
Lukas 10,20

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Gnade - und dann?

Im heutigen Losungswort fordert der Schreiber sich selbst auf, Gott zu lobsingen. Der Hintergrund dafür ist Dankbarkeit. Gott hat seine Seele erlöst, und deshalb will er seinen Dank und seine Freude zum Ausdruck bringen. Es gibt also eine deutliche Reihenfolge: zuerst die Gnade und Hilfe Gottes, dann unsere Reaktion darauf. Diese hat viele Ausdrucksformen, im Losungswort ist es der Lobgesang.

Wir können Gottes Gnade also nicht erzeugen, indem wir ihn preisen, viel beten oder Gutes tun. Wir sollten sie jedoch auch nicht unbeantwortet lassen und so weiter leben wie bisher.

Der Lehrtext beleuchtet noch einmal besonders die Beziehung zwischen Gnade und Aktion. Die Jünger Jesu hatten gerade erlebt, wie Kranke durch ihr Gebet gesund wurden und Dämonen aus Menschen ausfuhren, weil sie es im Namen Jesu so befohlen hatten. Doch Jesus sagte ihnen, sie sollten sich nicht darüber freuen, sondern dass ihre Namen im Himmel geschrieben sind. Früher meinte ich, Jesus riefe seine Jünger zur Bescheidenheit zurück. Sie sollten erkennen, dass die Gotteskindschaft viel wichtiger ist als große Zeichen und Wunder, was ja auch stimmt. Doch dann las ich in der Apostelgeschichte von jüdischen Beschwörern, die einen Dämon nicht austreiben konnten, weil ihre Namen nicht im Himmel geschrieben waren. Sie benutzten dieselbe Formel, doch ohne Wirkung.(1) Die Ursache für Vollmacht ist also nicht die richtige Formel, sondern unser Sein. Die Gnade Gottes, dass unser Name im Himmel geschrieben ist, hat also Auswirkungen: Vollmacht. Ohne Gnade geht es also nicht, doch mit Gnade gehen sogar Dinge, die menschlich unmöglich sind. Was bedeutet das für uns?

Alles beginnt mit Gottes Gnade. Doch sollten wir sie nicht unbeantwortet lassen, sondern mutig darauf aufbauen. So können wir in Lobliedern und Gebeten unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen und wie die Jünger in unseren Gebeten im Namen Jesu mit genau dieser Gnade rechnen, dass Gott Wunder tut.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Apg. 19,13-16

Gedanken zur Losung für Mittwoch, den 24.08.2016

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe!
Hosea 10,12

Weist die zurecht, die sich an keine Ordnung halten, ermutigt die Verzagten, steht den Schwachen bei, habt Geduld mit allen! Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte. Jagt vielmehr allezeit dem Guten nach, füreinander und für alle.
1.Thessalonicher 5,14-15

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Die gute Saat

Im heutigen Losungsvers geht es um Saat und Ernte. Die Saat ist Gerechtigkeit und soll nach dem Maß der Liebe geerntet werden. In dieser Anordnung werden Gerechtigkeit und Liebe also geradezu wachstümlich miteinander verknüpft. Das eine folgt auf das andere, eben so, wie Saat und Ernte aufeinanderfolgen. Im Grunde spiegelt dies etwas von Gott wider: In ihm finden wir Gerechtigkeit und Liebe. Häufig sind das in unserem Denken zwei völlig getrennte Dinge - entweder streng und gerecht oder nachsichtig und liebevoll. Gott jedoch ist alles in allem. Oder anders ausgedrückt: Gott ist jederzeit alles.

Nun kann man sagen: „Ja, Gott kann das. Er ist ja auch allmächtig. Aber wir? Wir können das nicht.“ Gerade hier greift meiner Meinung nach das Bild einer Saat. Das Saatkorn an sich ist klein und man kann noch nicht das sehen, was aus ihm wird. Aber das, was werden soll, kann nur aus genau diesem Saatkorn entstehen. Wenn wir also bei uns oder anderen lediglich darauf schauen, ob wir oder sie so sind wie Gott, können wir nur enttäuscht werden. Doch Gott selbst legt durch seinen Geist das Saatkorn in unsere Herzen. Wir spüren, wir wollen, auch wenn wir noch nicht können. In uns wächst etwas heran, vielleicht noch nicht sichtbar und dennoch schon da.

Was uns oft zu schaffen macht, ist das „Unkraut“, das wir bei uns oder auch anderen sehen. Der heutige Lehrtext nennt einiges und gibt auch „Pflegetipps“. Ganz wichtig: „Habt Geduld mit allen!“ Wir müssen weder uns noch andere überfordern. Wir müssen uns aber auch nicht gehen lassen. „Jagt vielmehr allezeit dem Guten nach, füreinander und für alle“ bringt sehr gut zum Ausdruck, dass es hier um etwas Aktives geht. Wie eine Pflanze sich der Sonne entgegenstreckt, können wir uns nach Gott und seiner Gerechtigkeit ausstrecken - und Liebe ernten.
Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

Gedanken zur Losung für Dienstag, den 23.08.2016

Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun.
2.Mose 20,9.10

Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht.
Markus 2,27

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Sabbat

Der Sabbat, von dem das heutige Losungswort spricht, wirft immer wieder Fragen unter Christen auf. Die einen nehmen ihn ganz locker und feiern ihn sonntags, wenn überhaupt, andere sehen in der Nichteinhaltung des Sabbatgebotes einen schweren Verstoß gegen Gottes Gebote. Für sie ist der Sonntag heilig. Einige gehen noch weiter und feiern nur am Samstag den Sabbat. Doch was ist nun richtig?

Nun, das Sabbatgebot wird im Alten Testament sehr streng gehandhabt. So lesen wir z.B.: Haltet den Sabbat, denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entweiht, muss mit dem Tod bestraft werden; wer an diesem Tag arbeitet, muss aus seinem Volk ausgestoßen werden und sterben. (2.Mos. 31,14) Es handelt sich bei den Juden eindeutig um den heutigen Samstag. Warum also feiern wir gewöhnlich den Sabbat am Sonntag und das auch lange nicht so streng?

Die historischen Gründe für den Sonntag als Ruhetag sind folgende:

Die Sonntagsheiligung begann im Jahr 135 n. Chr., als Rom nach einem Aufstand die Ausübung der jüdischen Religion verbot. Die Christen wollten nicht als Juden gelten, deshalb verschoben sie die Gottesdienstfeier auf den Sonntagvormittag. Der Ruhetag blieb dennoch der Samstag. Als Kaiser Konstantin am 7. März 321 den Sonntag zum gesetzlichen Feiertag erklärte, heiligten ihn auch die Christen im Römischen Reich als Ruhetag.

Den Grund dafür finden wir im Lehrtext. Jesus Christus, der ständig als Sabbatbrecher angegriffen wurde, stellt in diesem Vers klar, dass der ursprüngliche Wille Gottes nicht war, den Menschen in den Sabbat hineinzupressen. Vielmehr schuf er den Sabbat für uns. Das Ruhegebot an sich sollten wir aber nicht vergessen. Denn auch das schuf Gott für uns. Auch dass wir Zeiten heilig halten - wie z.B. unsere Gottesdienste, andere gemeindliche Treffen und unsere persönliche Zeit mit Gott - ist ebenso wichtig für uns, damit uns diese Zeiten nicht geraubt werden.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Gedanken zur Losung für Montag, den 22.08.2016

„Du, HERR, bist meine Leuchte; der HERR macht meine Finsternis licht.“
2.Samuel 22,29

Christus spricht: Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.
Johannes 12,46

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Das innere Licht

Das heutige Losungswort spricht von einem besonderen Licht. Es stammt aus einem Lied Davids, der Gott dafür dankte, dass er ihn vor all seinen Feinden errettet hatte. Nun heißt es dort: „Der HERR macht meine Finsternis licht.“ David spricht also von einer inneren Finsternis. Das kann Angst, Orientierungslosigkeit, Trübsinn oder auch Depression sein. Doch auch anderes verfinstert uns innerlich: Schuld, ein schlechtes Gewissen, Verdrängen oder Verstecken von Schuld oder bösen Absichten und alles, was das Licht der Wahrheit hindert, unser Herz zu erreichen. Dazu zählen auch ständige Überdrehtheit, Party ohne Ende, Betäubungsmittel oder ständige Unterhaltung. Finsternis ist die Abwesenheit von Licht, was viele Ursachen haben kann.

Aber welches Licht kann unsere Finsternis hell machen? Es ist ein Licht, das uns seit Beginn der Schöpfung begleitet. Dort sprach Gott: „Es soll Licht entstehen!“, und es entstand Licht. (1.Mos. 1,3) Später lesen wir: Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht. (Jes. 9,1a) Und ganz am Ende der Bibel steht: Und die Stadt braucht keine Sonne und keinen Mond, damit es in ihr hell wird, denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet die Stadt, und das Lamm ist ihr Licht. (Offb. 21,23)

Es geht immer um dasselbe Licht - das Licht, das von Jesus Christus ausgeht. Und tatsächlich vertreibt dieses Licht unsere innere Finsternis: Die Angst durch „Fürchtet euch nicht!“, die Orientierungslosigkeit durch „Dein Wort ist ein Licht auf meinem Weg!“, Trübsinn durch Freude in Christus und Schuld mit Vergebung. Dieses Licht setzt uns frei davon, unser Inneres zu verstecken, wir müssen uns auch nicht betäuben, weil wir der Wahrheit nicht ins Auge blicken mögen. Es kann uns nichts Besseres geschehen, als dass dieses Licht unser Inneres erleuchtet.

Doch wie erreicht das Licht Gottes unser Herz? Schlichtweg durch Glauben - so lesen wir es im Lehrtext.

Einen gesegneten Wochenanfang wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen