Israelreise mit Angela und Hans-Peter Mumssen

Vom 14. bis zum 21. Sept. 2016
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Gedanken zur Losung für Donnerstag, den 28.07.2016

So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte fest an Barmherzigkeit und Recht und hoffe stets auf deinen Gott!
Hosea 12,7

So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld.
Kolosser 3,12

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Aufforderungen

Immer wieder werden wir in der Bibel aufgefordert, bestimmte Dinge zu tun und andere zu lassen. Das führt bei manchen Menschen dazu, dass sie die Bibel als eine Art Regelwerk betrachten und sich dadurch unter Druck gesetzt fühlen. Leider benutzen einige die Schrift tatsächlich dazu, Druck auf andere auszuüben. Die Frage ist jedoch, ob wir sie wirklich so verstehen sollen. Nehmen wir z.B. den heutigen Losungsvers. Warum drängte Gott sein Volk geradezu zur Umkehr? Weil er es vor dem drohenden Gericht bewahren wollte. Wenn man jemanden liebt, schaut man nicht nur stumm zu, wenn diese Person in ihr Unglück läuft. Deshalb redet Gott bis heute zu den Menschen. Deshalb schickte er sogar seinen einzigen Sohn, Jesus Christus, durch den Gottes Barmherzigkeit sichtbar wurde. Wer an ihn glaubt, gehört zu den „Auserwählten Gottes“, von denen der Lehrtext „als die Heiligen und Geliebten“ spricht.

Im Prinzip bedeutet das: Gott ruft - wir antworten. Wir haben die Wahl, welche Antwort wir geben. Was manchem nicht gefällt, ist die Unverblümtheit, mit der Gott die Dinge benennt: Leben - Tod,(1) Segen - Fluch.(2) Also doch Druck? Ich will das einmal an einem Beispiel erläutern: Wenn ich die Wahl habe, aus einem abstürzenden Flugzeug mit oder ohne Fallschirm zu springen, würde ich es da als Druck empfinden, wenn man mich dazu drängt, doch lieber einen Fallschirm zu benutzen? Ich glaube, kaum. Druck macht die Gesamtsituation. Der Fallschirm jedoch ist die Rettung. Ich kann ihn zwar ablehnen, würde damit aber auch den Tod wählen.

Wie ist es nun mit den Aufforderungen aus dem Lehrtext? Auch hier liegt es bei uns, wie wir uns entscheiden. Gott weiß ja, was wir können und was nicht. Sein Plan ist jedoch, es nicht dabei zu belassen. Deshalb will er unser „Ja“ dazu. Er wird uns dann zur Vollendung helfen.(3)

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) 5.Mose 30,15 (2) 5.Mose 11,26 (3) Phil. 1,6

Gedanken zur Losung für Mittwoch, den 27.07.2016

HERR, steh auf, dass nicht Menschen die Oberhand gewinnen.
Psalm 9,20

Sollte Gott nicht Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen?
Lukas 18,7

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Erhörung

Das heutige Losungswort ist ein Hilferuf Davids in der Not. Gott möge nicht zulassen, dass Davids Feinde zu mächtig werden. Ich denke, diese Bitte können wir in den heutigen Tagen gut nachvollziehen. Ein Anschlag folgt dem anderen. Der letzte nun in Frankreich in einer katholischen Kirche. Werden die, die uns nach dem Leben trachten, immer mächtiger?

Auch im Lehrtext geht es darum, dass Gott einem Menschen Gerechtigkeit verschafft. Jesus Christus erklärte seinen Jüngern in einem Gleichnis, beharrlich zu beten und zu bitten, wenn ihnen Unrecht geschieht. Gott wird ihre und unsere Bitten zeitnah erhören.

Nun scheint die Realität nicht immer so zu verlaufen. Christen wird Unrecht getan, doch Gott greift nicht ein. Auch wird die Bedrohung nicht geringer. Eine Umfrage hat ergeben, dass die Ängste der Deutschen sich im letzten Jahr stark verändert haben. Während noch vor einem Jahr die Sorge um die Schuldenkrise auf dem ersten Platz lag, ist es nun die Angst vor dem Terrorismus, vor politischen Extremismus und vor Spannungen durch den Zuzug von Ausländern.(1)

Ich denke, wir sollten als Christen die heutige Losung einmal aus einer anderen Perspektive betrachten. Wir kämpfen ja nicht „gegen Fleisch und Blut.“(2) Unser eigentlicher Kampf ist, Unrecht und den, der zum Unrecht verführt, zu überwinden. Jesus sagte, dass wir zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit trachten sollen.(3) Das bedeutet zunächst, dass Gott uns in dem Sinne Recht verschafft, indem er uns unsere Schuld vergibt und uns in Christus gerecht spricht. So gesehen erleben wir jeden Tag Gebetserhörungen. Außerdem überlassen wir die Leitung unseres Lebens dem Geist und Wort Christi. Damit hat also nicht ein Mensch, nämlich wir, die Oberhand, sondern Gott. Schon wieder eine Gebetserhörung.

Ich glaube nun, wenn wir für diese Erhörungen dankbar sind, werden wir auch andere Gebetserhörungen erleben.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Quelle: Idea Spektrum, 29.2016 (2) Eph. 6,12 (3) Matth. 6,33

Gedanken zur Losung für Dienstag, den 26.07.2016

Gott der HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden.
Jesaja 50,7

Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten. Dazu helft auch ihr durch eure Fürbitte für uns.
2.Korinther 1,10-11

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Echte Hilfe

Gerade in diesen Tagen erleben wir in unserem Land, wie sich durch die verschiedenen Anschläge - politisch oder persönlich motiviert - eine zunehmende Verunsicherung ausbreitet. Sind wir noch sicher? Wo ist man gefährdet? Welche Maßnahmen sollten ergriffen werden? Fragen über Fragen und ein Ringen um Antworten. Eines wird immer deutlicher: Das, was gestern noch war, kann heute schon ganz anders sein. Müssen wir nun wie das Kaninchen auf die Schlange starren und in Schockstarre auf das Unvermeidliche, ja Schreckliche warten?

Ich meine, nein! Auch wenn wir nicht wissen, was kommt, wissen wir als Christen doch, dass Jesus Christus immer bei uns ist.(1) Was das wirklich bedeutet, wird in schweren Zeiten sichtbar. Davon erzählen auch die heutigen Bibelverse. Im Vorfeld des Lehrtextes berichtet der Apostel Paulus von Gefahren, wo er und seine Begleiter sich schon dem Tod geweiht sahen.(2) Laut Paulus geschah das, damit sie auf Gott und nicht auf sich selbst vertrauten. Vertrauen ist eine innere Haltung. Paulus Haltung Gott gegenüber war, auch in hoffnungslosen Umständen auf ihn zu hoffen. Ebenso nennt Paulus etwas, was Menschen tun können: Sie können füreinander beten.

Fragen wir uns einmal angesichts der Lage in unserem Land: Vertrauen wir auch in diesen Stürmen auf Gott? Oder setzen wir auf menschliche Möglichkeiten? Tragen wir uns gegenseitig und andere in der Fürbitte zu Gott? Gottvertrauen und Gebet sind meiner Meinung nach nicht die letzten Mittel von Menschen, die nichts Besseres kennen, weil sie keine Ahnung haben. Es sind die stärksten Mittel derer, die wissen, dass Gott alles in der Hand hält - auch uns und unsere Welt. Er wird uns alles geben, was wir brauchen, um durchzukommen. Wenn wir uns dieses Vertrauen, das sich auch im Gebet ausdrückt, nicht aus der Hand schlagen lassen, können wir mit Jesaja sagen: „Gott der HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden.“

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Matth.28,20 (2) 2.Kor. 1,8-9

Gedanken zur Losung für Montag, den 25.07.2016

Der Himmel ist durch das Wort des HERRN gemacht und all sein Heer durch den Hauch seines Mundes.
Psalm 33,6

Gott lässt sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt.
Apostelgeschichte 17,25

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Unterschiede

Heute möchte ich besonders auf den Lehrtext eingehen. Er stammt aus einer Predigt, die der Apostel Paulus in Athen hielt. Dort setzte er sich mit den griechischen Religionen auseinander und machte deutlich, worin sich das Evangelium davon unterschied. Interessanterweise ging er nicht auf das ein, was auf der Hand lag, nämlich die Vielgötterei der Griechen im Gegensatz zum Glauben der Juden und Christen an den einen Gott. Paulus wollte keinen Religionsvergleich, sondern seinen Zuhörern Jesus Christus vor Augen malen.

So verkündigte er zunächst den Gott, der Himmel und Erde und alles Leben geschaffen hat. Das ist auch der Inhalt des heutigen Losungswortes: Gott schuf alles durch sein Wort. Doch dann beleuchtete Paulus den ersten großen Unterschied: Gott wohnt nicht an Orten, die Menschen erbaut haben.(1) Schon der König Salomo erkannte bei der Einweihung des jüdischen Tempels, dass Gott dort nicht wohnen könne.(2) Der Tempel war ein Ort des Gebets, wo Gott Menschen begegnete, doch nicht sein wahrer Wohnort.

Dann nannte Paulus einen weiteren Unterschied: Gott lässt sich nicht von Menschenhänden dienen. Hierin unterscheidet sich der lebendige Gott von menschengemachten Göttern oder Gottesbildern. Diese handeln nicht - wie sollten sie auch. Der Mensch muss sich dort seine Erlösung selber schaffen, muss seinem Gott Ehre verschaffen und andere teilweise mit Gewalt dazu zwingen, an diesen Gott zu glauben.

Ganz anders im Evangelium: Dort ist es der dreieinige Gott, der uns in Christus gerecht spricht, erlöst und den Preis für unsere Schuld bezahlt. Gott selber verschafft sich seine Ehre und ohne sein Wirken kann sich kein Mensch zu ihm bekehren.(3) In diesem Sinne unterscheidet sich auch unser Dienst. Wir sind nicht das ausführende Organ Gottes, sondern Mitarbeiter Christi(4) - welch ein Privileg!

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Apg. 17,24 (2) 1.Kön. 8,27 (3) Joh. 6,44 (4) 2.Kor. 5,20 Luk. 10,16

Gedanken zur Losung für Sonntag, den 24.07.2016

Der HERR macht zunichte die Pläne der Völker.
Psalm 33,10

Gott hat Christus von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat.
Epheser 1,20-21

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Über alle Gewalt

Im Losungswort für den heutigen Tag wird gesagt, dass Gott über allem steht. Nichts entgleitet ihm und die Pläne der Mächtigen müssen scheitern, wenn Gott es so will. Der Lehrtext gibt der Macht Gottes sogar ein Gesicht: Jesus Christus, der über alles gesetzt wurde. Welche Auswirkung hat diese Botschaft nun für uns Christen?

Ich denke, wir benötigen sie in jeder Lebenssituation - in guten und schlechten Zeiten. Manchmal ist es so, dass uns die Ereignisse überrennen und wir sie nicht unter Kontrolle bekommen. Das mag sich im Globalen oder auch im ganz persönlichen Leben abspielen. Amokläufe und Terroranschläge, Flüchtlinge und neue weltweite Machtkonstellationen, wirtschaftliche Auf- und Abstiege halten zurzeit nicht nur uns in Atem. Doch auch im persönlichen Leben können Krankheit, Arbeitslosigkeit, Depressionen, Schulden oder Suchtprobleme in der eigenen Familie ein tiefes Gefühl der Ohnmacht erzeugen. In all dem - davon bin ich fest überzeugt - will Gott, dass wir wissen: Er hat alles unter Kontrolle. So heißt es: Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. (Phil. 4,6) Ein Vergleich mag es verdeutlichen: Wenn ich in einem Flugzeug sitze und dieses fängt an zu schlingern, muss ich dem Piloten und seinen Anweisungen vertrauen. Ein eigenes Eingreifen würde die Situation nur verschlimmern.

Das eigentliche Problem entsteht allerdings in den guten Zeiten, wenn wir meinen, alles unter Kontrolle zu haben. Die Finanzen stimmen, alles um uns herum erscheint friedlich und freiheitlich. In solchen Zeiten wird Jesus Christus oft heimlich entthront. Die Führung des Lebens wird nicht ihm überlassen, da wir uns in einer falschen Sicherheit wähnen. Doch gerade dann ist es wichtig, Jesus Christus die Leitung unseres Lebens zu übergeben. Dann werden selbst schlechte und bedrohliche Zeiten uns nicht so sehr erschrecken.

Einen gesegneten Sonntag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Gedanken zur Losung für Samstag, den 23.07.2016

Fürchtet euch nicht, wenn euch die Leute schmähen, und entsetzt euch nicht, wenn sie euch verhöhnen!
Jesaja 51,7

Weh euch, wenn euch jedermann wohlredet!
Lukas 6,26

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Fürchtet euch nicht!

Um das heutige Losungswort zu verstehen, müssen wir uns mit denen befassen, auf die sich dieses Wort bezieht. Der erste, nicht aufgeführte Teil des Losungsverses lautet: Hört mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist! (Jes. 51,7a) Die Adressaten sind also Menschen, die Gerechtigkeit kennen und in deren Herzen das Gesetz Gottes ist. Wer ist das? Die Antwort finden wir im Buch Jeremia: Das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben. (aus Jer. 31,33) Jeremia kündigt hier den Neuen Bund an, der in Jesus Christus besteht.(1) Diese Menschen sind wir Christen. Also Juden, die an Jesus Christus glauben (messianische Juden) und Christen aus allen Nationen und Völkern, die ebenfalls ihr Leben Jesus Christus anvertraut haben. Sie sollen sich nicht fürchten, wenn man sie wegen ihres Glaubens ablehnt.

Diese Ablehnung erleben wir zurzeit weltweit, sowohl von Menschen aus anderen Religionen als auch von einigen Atheisten. Nun, Christen, die es ernst meinen mit Jesus, werden ja nicht deswegen abgelehnt, weil sie andere Menschen bedrohen, bedrängen oder ihnen in irgendeiner Form Böses tun. Sie werden abgelehnt, weil sie sich zu dem einen und einzigen Weg bekennen, der uns Menschen mit Gott versöhnt - Jesus Christus.

Wer sind nun die Adressaten im Lehrtext? Es sind Personen, die im zweiten Teil des Lehrverses mit falschen Propheten verglichen werden: Denn das Gleiche haben ihre Väter den falschen Propheten getan. (Luk. 6,26b) Wer könnte damals und heute damit gemeint sein? Nun, ich meine, es gibt eine wichtigere Frage: Bin ich damit gemeint? Ist mir das Urteil anderer Menschen wichtiger als mein Bekenntnis zu Jesus Christus? Passe ich meinen Lebensstil der Meinung anderer an, um nicht anzuecken? Ich wünsche uns Mut zum Bekenntnis und zu einem Leben in der Nachfolge Jesu.

Nachtrag:

Während ich diesen Artikel schreibe, höre ich von der Schießerei in einem Einkaufszentrum in München. Was sich auch immer daraus ergibt, möchte ich uns ermutigen, für die Betroffenen und die Polizei zu beten. Auch hier gilt uns die Botschaft Jesu: „Fürchtet euch nicht!“ Daran lasst uns festhalten.

So wünsche ich uns allen ein „Fürchtet euch nicht“,
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Hebr. 8,8-13 Hebr. 10,15-19 Matth. 26,27-28

Gedanken zur Losung für Freitag, den 22.07.2016

„HERR, ich habe Freude an deinen Mahnungen; sie sind meine Ratgeber.“
Psalm 119,24

Die Eltern Jesu fanden ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte.
Lukas 2,46

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Freude an Mahnungen?

Im heutigen Losungswort lesen wir, dass der Psalmist Freude an Gottes Mahnungen hat. Wie sollen wir das verstehen? Nun, wenn wir unseren eigenen Körper betrachten, so ist das Mahn- oder Warnsystem des Körpers der Schmerz. Solange man sich wohlfühlt, spürt man auch keine Veranlassung, irgendetwas zu ändern. Ganz anders ist es jedoch, wenn irgendetwas wehtut. Wenn ich jetzt fragen würde „Wer von uns hat gerne Schmerzen?“, würde sich wohl niemand melden. Doch wenn man keine Schmerzen mehr fühlen kann, wie z.B. jemand, der an Lepra erkrankt ist, wünscht man sich das Schmerzempfinden herbei. Solch ein Mensch verletzt sich, ohne es zu merken.

Gottes Wort bewahrt uns vor Folgeerscheinungen, die wesentlich heftiger sind als seine Ermahnungen. Das liegt daran, weil er weiter schaut als wir. Selbst Jesus Christus hielt es für wichtig, vom geschriebenen Wort Gottes etwas zu lernen. Das macht der heutige Lehrtext deutlich. Es gibt nämlich etliche Lebensbereiche, in denen Gottes Mahnungen kurzfristig unangenehm sind, doch mittel- und langfristig unser Leben mit Freiheit, Glück und Freude erfüllen.

Nehmen wir z.B. den Umgang mit Geld. Im Buch der Sprüche lesen wir: Schnell erworbener Reichtum ist auch schnell wieder dahin; Reichtum, der hart erarbeitet wurde, wird noch größer. (Spr. 13,11) Ähnlich verhält es sich bei dem Wunsch, etwas sofort besitzen und genießen zu wollen. Wer so lebt, tappt häufig schnell in die Schuldenfalle, kämpft mit einer Sucht oder erlebt Zerbrüche in Ehen und Freundschaften. An anderer Stelle heißt es: „Sündigt nicht, wenn ihr zornig seid und lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.“ (Eph. 4,26) Auch hier sehen wir: Manch einer möchte lieber erst einmal Dampf ablassen, wenn er bzw. sie sich ärgert. Das führt kurzfristig zu einer Befriedigung, doch dann leiden etliche an den Folgen ihres Ausbruchs. Deshalb dürfen und sollten wir uns freuen, wenn Gott uns ermahnt.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Gedanken zur Losung für Donnerstag, den 21.07.2016

Ich bin der HERR. Was ich rede, das soll geschehen und sich nicht lange hinausziehen.
Hesekiel 12,25

Der Herr richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf die Geduld Christi.
2.Thessalonicher 3,5

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Nicht mehr lange

Etwas, womit die Propheten immer wieder zu tun hatten, war unter anderem schlichte Ungläubigkeit. Mit entsprechenden Äußerungen musste sich auch der Prophet Hesekiel auseinandersetzen.(1) Nun blieb so etwas vor Gott natürlich nicht verborgen. Deshalb ließ er Hesekiel das sagen, was wir im heutigen Losungswort lesen. Es ist im Grunde eine Aufforderung, mit Gott zu rechnen - und zwar jetzt, nicht irgendwann. Dies bedeutete nicht nur für die Menschen damals ein großes Spannungsfeld, sondern auch für uns heute.

Als Christen erleben wir immer wieder, wie Gott und sein Wort infrage gestellt werden. Aussagen der Schrift werden relativiert oder symbolisch ausgelegt. Andere tun das Ganze von vornherein als Unsinn ab, den einige anscheinend benötigen, um ihre religiösen Bedürfnisse zu befriedigen. Kernthemen sind dabei unter anderen die Schöpfung, Christi Geburt, sein Tod und seine Auferstehung. Das alles geht nicht immer spurlos an uns vorüber. Ein Thema jedoch wird selten angesprochen: Christi zweites Kommen - auch nicht in den Gemeinden. Irgendwie wird darüber stillschweigend hinweggegangen. Dabei ist das das Ziel, auf das alles hinausläuft!

Nun kann ich nachvollziehen, wenn Menschen, die nicht daran glauben, auch nicht darüber reden. Doch wie ist es mit denen, die glauben? Warten wir auf den wiederkehrenden Christus? Der Apostel Petrus sagte für diese Zeit voraus, dass Menschen genau das infrage stellen würden.(2) Lassen wir uns davon anstecken?

Ich meine, wir tun gut daran, immer wieder Gott zu vertrauen. Dies ist etwas ganz Persönliches. Und ebenso persönlich ist die Antwort Gottes. Im Lehrtext lesen wir, wie er uns hilft. Er richtet unsere Herzen auf Christus aus, auf seine Liebe, auf seine Standhaftigkeit. Wohlgemerkt, er tut es. Doch wenn wir es merken, wachsen in uns die Freude und die Gewissheit: Christus wird wiederkommen - es dauert nicht mehr lange!

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Hes. 12,22 (2) 2.Petr. 3,3-4