Gedanken zur Losung für Dienstag, den 21.02.2017

Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen.
Jesaja 40,26

In ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare.
Kolosser 1,16

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Die Größe Christi

Ich möchte heute einmal das Losungswort aus der Perspektive des Lehrtextes betrachten. In ihm ist von Jesus Christus die Rede, dessen wahre Natur den Lesern vor Augen gemalt wird. Dieser Jesus, der vor ca. 2000 Jahren auf Erden wirkte, ist in Wahrheit der Schöpfer aller Dinge. So lesen wir im Weiteren: Alles ist durch ihn und für ihn erschaffen. Er war da, noch bevor alles andere begann, und er hält die ganze Schöpfung zusammen. (Kol. 1,16a-17) Das sind schon gewaltige Aussagen.

Übertragen wir diese Erkenntnis einmal auf das Losungswort. Dort ist die Rede vom Gott Israels, dem Schöpfer aller Dinge. Somit ist Jesus Christus der Gott Israels - ja der Gott der ganzen Welt, denn von ihm kommt alles und er hält alles zusammen. Welche Auswirkungen hat nun diese Erkenntnis für uns?

Erst einmal sollen wir wissen, dass Jesus Christus nicht einer unter vielen ist. In Jesus glauben und folgen wir dem Schöpfer aller Dinge. Wenn wir auf sein Wort eingehen, gehen wir auf Gottes Wort ein. Wenn wir seinem Vorbild folgen, folgen wir Gott. Wenn wir zu ihm beten, beten wir zu Gott, und wenn er in uns lebt, lebt Gott in uns!

Es geht aber noch weiter. Der Ausdruck „In ihm ist alles geschaffen“, bedeutet unter anderem, dass Jesus sich nicht von seiner Schöpfung distanziert. Im Gegenteil, er opfert sich für sie. Er hält alles zusammen. Was auseinanderreißen wollte, bringt er wieder zusammen und schafft Frieden - zumindest bei denen, die ihm vertrauen.

Nun hat jeder Mensch ein Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit. Doch wo suchen wir sie? Im Geld? Bei einflussreichen Menschen? Indem wir versuchen, alles unter Kontrolle zu haben? Im Vorfeld des Losungsverses wird beschrieben, dass Menschen ihren Schutz bei selbst gemachten Götzen suchten. Doch es gibt nur einen, der uns wirklich schützt. Zu ihm dürfen wir aufschauen. Sein Name ist: Jesus Christus!

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Gedanken zur Losung für Montag, den 20.02.2017

Gott sprach: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.
1.Mose 9,13

Bleibt im Glauben, gegründet und fest, und weicht nicht von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt und das gepredigt ist allen Geschöpfen unter dem Himmel.
Kolosser 1,23

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Der Regenbogen

Der Regenbogen ist nicht nur ein optisches Phänomen, sondern wird bis heute als Symbol für Gnade, Frieden, Toleranz und Vielfalt verwendet. Im heutigen Losungsvers erfahren wir, woher er kommt und was er bedeutet.

Das Zeichen des Regenbogens setzte Gott nach der Sintflut. Doch gab es tatsächlich solch eine weltumspannende Flut, die einen Großteil des Lebens vernichtete? Die Bibel berichtet auf jeden Fall davon. Ihre Berichte lassen vermuten, dass es vor der Sintflut noch nie geregnet hatte.(1) Es existierte also eine völlig andere Atmosphäre auf der Erde, bis dann die Sintflut kam. Von da an gab es Regen, doch sollte dieser nie wieder die Menschheit vernichten. Dafür stand und steht der Regenbogen.

Ich weiß, dass manch einer Mühe hat, das alles zu glauben. Wenn wir es allerdings nicht glauben, ist dann der Regenbogen überhaupt ein Zeichen Gottes? Können wir uns noch darauf verlassen, dass solch ein Bund der Gnade tatsächlich existiert? Wenn alles nur ein Mythos ist, was ist dann die Realität?

Der Lehrtext spricht von einer Hoffnung, an der wir festhalten sollen. Nun, die Hoffnung des Evangeliums ist, dass Gott in das Leben der Menschen eingegriffen hat. Dass er in Jesus Christus, dem Gekreuzigten, einen Ausweg aus Schuld und Gottesferne geschaffen hat. Weiterhin hoffen wir, dass Gott am Ende Gerechtigkeit wiederherstellen wird. Was ist denn die Grundlage für unsere Hoffnung? Ist es nicht, dass wir dem, was Gott uns in der Bibel mitteilt, vertrauen? Deshalb halte ich daran fest, den biblischen Berichten zu glauben. Immerhin ist Gott ja alles möglich. Das wiederum gibt mir Zuversicht, dass Gott auch meinen konkreten Nöten und Fragen begegnet. Wenn wir also einen Regenbogen sehen, dürfen wir uns daran erinnern: Gott ist gnädig und wir können seine Gnade real erleben.

Einen gesegneten Wochenbeginn wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) 1.Mos. 2,5-6

Gedanken zur Losung für Sonntag, den 19.02.2017

Der HERR wird sich wieder über dich freuen, dir zugut, wie er sich über deine Väter gefreut hat.
5.Mose 30,9

Paulus schreibt an Timotheus: Ich erinnere mich an den ungeheuchelten Glauben in dir, der zuvor schon gewohnt hat in deiner Großmutter Lois und in deiner Mutter Eunike; ich bin aber gewiss, auch in dir.
2.Timotheus 1,5

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Segenslinien

Das heutige Losungswort ist der Abschluss einer prophetischen Rede, die Mose dem Volk Israel hielt. Dort sprach er ihnen den Segen Gottes zu, wenn sie sich an seine Gebote und Satzungen halten würden. Sollten sie jedoch Gott und sein Wort verwerfen, drohte er ihnen Fluch und Zerstreuung in alle Länder dieser Erde an. Nun endete die Rede nicht mit der Androhung des Fluches, sondern eröffnete die Möglichkeit zur Umkehr nach Eintreffen des Fluchs. Dann würde Gott ihr Schicksal wenden und denselben Segen auf sie legen wie auf ihre Vorväter.

Es gibt also eine Segenslinie, die unsichtbar weiterläuft, auch wenn zwischendurch über Generationen hinweg Gott und sein Wort missachtet wurden. Der Segen Gottes wird nicht einfach abgebrochen, sondern bleibt lediglich wirkungslos bei denen, die Gott verlassen haben. Sowie aber jemand zu Gott zurückkehrt, fließt auch der Segen wieder.

Wie ist es aber, wenn es noch keine Segenslinie unserer Vorfahren gibt? Nun, dann wird Gott durch die erste Person, die an ihn glaubt, eine Segenslinie entstehen lassen. Das können wir am Lehrtext erkennen. Der Glaube an Jesus Christus fing damals ja erst an. Vermutlich hat Gott mit der Großmutter von Timotheus solch eine neue Segenslinie begonnen.

Eine Segenslinie befreit die nachfolgende Generation nicht davon, Gott zu vertrauen. Doch sie setzt die Berufung der Vorfahren fort, wenn die Nachkommen Jesus Christus folgen. Das habe ich ganz praktisch in meinem eigenem Leben erfahren. Mir wurde plötzlich bewusst, dass ich, ohne es gemerkt zu haben, das Werk meines Großvaters und Vaters fortsetzte. Gott hat es so geführt. Sein Segen floss in mir weiter. Ich glaube an die Existenz solcher Segenslinien. Sie sorgen dafür, dass der Segen Gottes nicht nur bei uns bleibt, sondern sich auch auf unsere Nachkommen legen wird.

Einen gesegneten Sonntag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Gedanken zur Losung für Samstag, den 18.02.2017

Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten.
Jesaja 65,1

Gott hat euch berufen von der Finsternis in sein wunderbares Licht; die ihr einst nicht sein Volk wart, nun aber Gottes Volk seid, und einst nicht in Gnaden wart, nun aber in Gnaden seid.
1.Petrus 2,9-10

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Liebe

Weshalb fängt jemand an, nach Gott zu suchen, wenn dieser im Leben der Person überhaupt keine Rolle spielt? Wie kann jemand etwas finden, wenn er vorher nicht suchte? Ich denke, das heutige Losungswort erfüllt sich da, wo Gott von außen eingreift, sich uns förmlich in den Weg stellt. Von solchen Begebenheiten lesen wir öfters in der Bibel. Z.B. begegnete Gott Mose überraschend in einem brennenden Busch. Der auferstandene Jesus Christus wiederum stoppte Saulus von Tarsus auf dem Weg nach Damaskus, weil dieser dort Christen einsperren lassen wollte. Saulus fragte nicht nach Jesus, doch dann suchte er ihn im Gebet. Mose suchte nicht Gott, doch er fand ihn. Letztendlich hat Gottes Eingreifen das Leben beider Personen grundlegend verändert.

Doch weshalb macht Gott das? Weshalb stellt er sich uns in den Weg, obwohl wir vielleicht gar nicht nach ihm fragten? Ich denke, der schlichte Grund dafür ist Liebe. Gott liebt uns und deshalb ist es ihm nicht egal, ob wir an ihm vorbeileben oder mit ihm leben. Wenn Menschen sich uns in den Weg stellen, ist es meistens, weil sie etwas von uns wollen oder fordern. Ansonsten lässt man jeden seine eigenen Wege gehen - wir nennen das Toleranz. Doch Liebe ist anders. Sie zwingt sich zwar nicht auf, aber sie geht auch nicht gleichgültig vorüber. Liebe versucht, die geliebte Person zu erreichen. Ich meine, deshalb schafft Gott oft unerwartete Begegnungen mit Menschen.

Die Frage ist natürlich, ob wir darauf auch reagieren. Ob wir dem Ruf ins Licht, von dem wir im Lehrtext lesen, auch folgen. Wenn wir das tun, entdecken wir meiner Erfahrung nach das Ausmaß der Liebe Gottes. Wir dürfen zu ihm gehören, Teil seines Volkes sein und unser Leben auf seine Gnade bauen. Wie gut, dass Gott uns schon nachging, als wir noch gar nicht nach ihm fragten.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Gedanken zur Losung für Freitag, den 17.02.2017

Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: „Mein Weg ist dem HERRN verborgen, und mein Recht geht vor meinem Gott vorüber?“
Jesaja 40,27

Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.
Hebräer 10,35

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Ermutigung

Die heutigen Bibelverse klingen so, als ob sie an jemand gerichtet sind, der entweder schon aufgegeben hat oder kurz davor steht. Vermutlich haben einige von uns schon erlebt, dass Dinge sich anders als erwartet abspielten, auch im Glaubensleben. Da mag der Gedanke aufsteigen: „Gott sieht mich nicht. Vielleich bin ich ihm ja egal.“ Im Losungswort wird davon berichtet, wie Gott seine Kinder fragt, warum sie solche Gedanken hegen. Dabei geht es nicht darum, sie mit Vorwürfen zu überhäufen. Vielmehr möchte er sie daran erinnern, wer er ist, dass man ihn mit niemand vergleichen kann und er ihnen wohlgesonnen ist. Sie sollen getröstet und ermutigt werden. Denn selbst wenn sie müde und kraftlos sind - er ist es nie. Deshalb ist er in der Lage, den Erschöpften neue Kraft zu geben und die Schwachen zu stärken.(1)

Dies gilt bis heute. Durch alle Zeiten hindurch sind Gottes Kinder in Situationen geraten, in denen ihnen Hoffnung und Vertrauen schwinden wollten. Auch uns kann es passieren, dass wir unser Vertrauen wegwerfen wollen, wie es der Lehrtext aus dem Hebräerbrief nennt. Das ist sogar möglich, nachdem man schon einige schwierige Dinge gemeistert hat. Den Hebräern, an die dieser Brief gerichtet war, erging es so.(2) Anscheinend befanden sie sich in einem dunklen Tal. Doch Gott sprach genau dort hinein: „Nur noch ein kleines bisschen! Es wird nicht immer dunkel bleiben.“

Gott erwartet nicht von uns, dass wir uns aus eigener Kraft herauswinden. Wir sollen nur nicht das wegwerfen, was uns mit ihm verbindet: unsere Hoffnung auf ihn. Wegwerfen kann ich nur das, was sich in meiner Verfügung befindet. Durch Jesus Christus haben wir Hoffnung erhalten. „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit“ (Kol. 1,27) schreibt Paulus an die Gemeinde. Daran festzuhalten, das ist das Vertrauen, das sich wirklich lohnt. Gott wird keinen vergessen - auch uns nicht.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Jes. 40,28.29 (2) Hebr. 10,32-34

Gedanken zur Losung für Donnerstag, den 16.02.2017

Er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt daran, dass wir Staub sind.
Psalm 103,14

Jesus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben.
Johannes 14,19

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Lebendiger Staub

Wie passen das heutige Losungswort und der Lehrtext zusammen? Im Losungswort wird uns vermittelt, dass wir eigentlich wertlos und ohne Bedeutung sind. Die nachfolgenden Verse unterstreichen das sogar noch: Des Menschen Tage sind wie Gras, er blüht wie eine Blume des Feldes: Wenn der Wind darüber fährt, ist er dahin, und seine Stätte weiß nicht mehr von ihm. (Ps. 103,15-16) Der Vers davor klingt dagegen völlig anders: Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten. (Ps. 103,13) Dem entspricht auch der Lehrtext. Jesus Christus schenkt uns sein Leben. Doch wer zahlt denn einen so teuren Preis für wertlose Geschöpfe? Wer will denn die Ewigkeit mit „Staub“ verbringen?

Nun, es gibt zwei Wertmaßstäbe: der Wert, den wir uns selber zuschreiben, und der Wert, den Gott uns zuschreibt. In dem Moment, als der Mensch versuchte, sich aufzuwerten und werden wollte wie Gott, verlor er seinen ursprünglichen Wert. Doch nun kommt das Erstaunliche: Gott selber will, dass wir so werden wie er - doch nicht, indem wir uns aufwerten, sondern indem er uns seinen Wert gibt. So tief wir auch immer durch unseren eigenen Stolz gesunken sein mögen, so hoch zieht uns Gottes Gnade und gibt uns Wert und Würde!

Nun gibt es Menschen, die genauso empfinden, wie es im Losungswort beschrieben wird. Sie sehen sich als wert- und nutzlos. Entweder sie selbst oder andere Personen haben ihnen diese Botschaft so lange vermittelt, bis sie diese selber glaubten: „Du hast nichts, du kannst nichts, du bist nichts.“ Oft empfinden sie sich als eine Last für andere. Doch auch solch eine Abwertung ist menschengemacht. Sie vermittelt uns weder unseren wahren Wert aus Gottes Sicht noch dessen Gnade. Frei werden wir, wenn wir erkennen, was Gott für uns in die Waagschale geworfen hat - seinen eigenen Sohn. Und zwar unabhängig davon, ob wir etwas haben oder können. Das macht uns wirklich wertvoll!

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Gedanken zur Losung für Mittwoch, den 15.02.2017

Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser!
Jesaja 55,1

Um Jesus war eine große Schar seiner Jünger und eine große Menge des Volkes aus ganz Judäa und Jerusalem und aus Tyrus und Sidon, am Meer gelegen, die gekommen waren, ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden; und die von unreinen Geistern umgetrieben wurden, die wurden gesund.
Lukas 6,17-18

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Durst

Für Menschen, die in Wüstengegenden lebten und Wasserknappheit kannten, war dieser Ruf des Propheten Jesaja im heutigen Losungswort nichts Ungewöhnliches. Auch war gewiss allen klar, dass es in dieser Prophetie nicht um reales Wasser ging, sondern um etwas Geistliches. Worum es genau ging, lesen wir zwei Verse weiter. Dort heißt es: Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben! Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, euch die beständigen Gnaden Davids zu geben. (Jes. 55,3) Es geht also um eine Botschaft, ein Wort, das Gott an die Menschen richten will.

Doch welches Wort will Gott uns mitteilen? Seine Gebote? Oder Endzeitprophetien? Nein, es handelt sich um das Evangelium Jesu Christi! Das können wir an dem gerade zitierten Vers deutlich erkennen. Es ist der neue ewige Bund, beständige Gnade, die von dem Nachkommen Davids ausgeht: Jesus Christus.

Doch zu Beginn des Losungswortes wird eine Grundvoraussetzung genannt: Durst. Es muss ein Verlangen nach diesem Wort Gottes vorhanden sein. Ohne Durst wird kaum einer trinken. Das Evangelium wird niemand aufgezwungen. Das Problem ist allerdings, dass häufig der Durst nach Wahrheit, Liebe und Lebenssinn mit „salzigem“ oder „süßem“ Wasser gelöscht wird. Am Ende ist man durstiger als zu Beginn. Zerstreuung oder oberflächliche Antworten auf Lebensfragen halten uns von der Quelle fern, die wirklich unseren Durst löschen kann.

Als Jesus Christus, wie im Lehrtext beschrieben, umherging, den Menschen die gute Botschaft verkündete und die Liebe Gottes in Heilungen und Befreiungen sichtbar werden ließ, wurde deutlich, wo die wahre Quelle zum Leben zu finden ist. Möge sie auch heute immer wieder sichtbar werden, damit Durstige den Weg zum lebendigen Wasser finden.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Gedanken zur Losung für Dienstag, den 14.02.2017

HERR, du bist‘s allein, du hast gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit ihrem ganzen Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darinnen ist.
Nehemia 9,6

Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit!
Römer 11,36

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Beschreibungen Gottes

Das heutige Losungswort ist ein Gebet der Israeliten, die aus der Babylonischen Gefangenschaft nach Jerusalem zurückgekehrt waren. Sie hatten die Mauern der Stadt wieder instand gesetzt und feierten nun das Laubhüttenfest. Als aus dem Buch Mose vorgelesen wurde, wurde den Anwesenden klar, wie sehr sie und ihre Vorfahren sich gegen Gott versündigt hatten. Doch Gott schenkte ihnen eine Zeit der Vergebung und befahl ihnen, trotz allem fröhlich zu sein.

Das Ganze mündete in ein Gebet, in dem sich die Menschen Gott neu weihten. Doch welchen Gott meinten sie eigentlich? Wie in heutiger Zeit besagt die Bezeichnung ‚Gott‘ noch gar nichts. Das kann auch ein Gott sein, dem man selbst erdachte Eigenschaften zuschreibt. Selbst der Gottesname ‚Jahwe‘ wurde missbraucht. So nannten die Israeliten damals das Goldene Kalb ‚den Gott Israels‘ und feierten ihm (Jahwe) ein Fest.(1) Deshalb beginnen viele Gebete nicht nur mit dem Namen ‚Gott‘, sondern sie beschreiben Gottes Eigenschaften.

Der Gott, den sie meinten, ist der Schöpfer aller Dinge. Er ist derjenige, der Abraham berief, der Israel aus der Sklaverei Ägyptens befreite, große Wunder tat, sein Volk in der Wüste ernährte und ihm trotz vieler Sünden immer wieder gnädig war. Wir erkennen also Gott an seinen Eigenschaften, nicht nur an der Bezeichnung ‚Gott‘.

Im Vorfeld des Lehrtextes wird noch eine weitere Eigenschaft Gottes beschrieben, nämlich dass Gott souverän ist und treu zu seinen Zusagen steht. Dieser Gott hat alles in der Hand. Er ist der Vater Jesu Christi, von dem alles kommt und auf den alles zuläuft. Gott ohne Jesus Christus ist nicht der Gott, an den wir glauben und dem wir unser Leben anvertrauen. Wenn wir nun Gott in unseren Gebeten und Bekenntnissen beschreiben, machen wir deutlich, wie Gott ist. Das stärkt sowohl unseren als auch den Glauben anderer.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) 2.Mos. 32,4-5